Sonntag, 31. August 2008

Erste Eindrücke aus Calgary

Hallo!

Wir sind also nach vier Stunden Flug in Calgary angekommen und da es schon 23 Uhr am Abend war, haben wir uns einfach eine gemütliche Bank bei der Gepäckausgabe gesucht und dort die Nacht verbracht. Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf zum College, wo ich dann meine Wohnung beziehen konnte. Alles verlief problemlos, auch der Koffer, den ich nach langen hin und her von New York aus hierher geschickt hatte, war bald da und so begann ich mit dem Einrichten. Das war wirklich lustig, da mein Zimmer ziemlich groß ist und sogar einen begehbaren Kleiderschrank hat. Auch der Rest der Wohnung, die ich mir mit 3 Kanadierinnen teile, ist super schön, groß und neu renoviert. (Mehr Fotos von der Wohnung werden noch folgen)
Als ich das hinter mir hatte starteten wir los und erkundeten die Uni bzw. den Kampus. Doch der ist so riesig, dass wir uns natürlich gleich verlaufen haben und anstatt 5 gleich mal 45 Minuten zu einem Bauernmarkt unterwegs waren, der wirklich tolles frisches Obst und Gemüse hat, ich glaube da werde ich öfters hinschauen.
Danach ging ich zu meiner Auslandsbetreuerin, sie zeigte und erklärte mir alles, was ich wissen musste. Ich werde jetzt wahrscheinlich doch nur 3 Kurse belegen, ich bin jetzt zwar in vier angemeldet, werde aber noch einen weglassen, den ich nicht so mag. Gott sei Dank habe ich meine vier Lieblingskurse bekommen, also bin ich wirklich schon aufgeregt wie es sein wird, ich hoffe sie sind nicht zu schwer für mich.
Alles in allem ist die Uni wirklich toll, viel größer, als ich es aus Graz gewohnt bin und meine Business School ist neu gebaut und wirklich toll ausgestattet. Ich kann es kaum erwarten bis die Kurse endlich anfangen!
Heute waren alle Austauschstudenten zu einem Bruch eingeladen. Das war wirklich toll. Wir wurden mit dem Bus abgeholt und fuhren dann in ein typisch kanadisches Restaurant mir vielen Bären, Geweihen, Cowboyhüten überall. Das war wirklich super, aber am besten war das Essen. Von Obst, Gemüse, diverses Gebäck, Eier in allen Variationen, Schinken, Speck, Huhn, Lasagne, Würstel (ich könnte die Liste unendlich weiterführen) gab es dort wirklich alles, was das Herz begehrt. Es war wirklich super einige andere Austauschstudenten kennen zu lernen, weil alle total nett waren. Morgen werde ich am Orientierungstag wahrscheinlich noch mehr kennen lernen, ich bin wirklich schon gespannt, wie das wird.

LG und Bussal Alex

25. - 27. August: Toronto






Hallo!

Heute gibt es hier neues von unserer nächsten Reisestation: Toronto. Dort haben wir drei aufregende Tage verbracht und uns auch die Niagarafälle angeschaut.
Nachdem wir also die ganze Nacht mit dem Bus von Montréal hergefahren sind (21 Uhr Abfahrt in Montréal, ca. 4 Uhr Ankunft in Toronto), stellten wir leider fest, dass wir erst um 13 Uhr unser Zimmer beziehen konnten. Also verbrachten wir die Zeit bis dahin mit schlafen im Ess/Aufenthaltsraum und spazierten am Vormittag auch zum CN Tower, einem riesigen Aussichtsturm mit Glasboden. Von dort hat man einen traumhaften Blick über die ganze Stadt und den Ontario See, der ist so riesig, dass man am Horizont nicht einmal das andere Ufer sehen kann. Man glaubt echt man ist am Meer. Weil uns der See so gut gefallen hat, sind wir auch gleich zum Hafen gegangen und haben uns für eine Weile an den Strand gesetzt und die Sonne genossen. Den Nachmittag nutzten wir dann um unsere Zimmer zu beziehen und das Schlafdefizit aufzuholen.
Am nächsten Tag ging es in der Früh gleich los zu den Niagara Fällen, ein Bus holte uns direkt vor der Haustüre ab und brachte uns gleich einmal zu einem Winzer, wo wir einige Weine verkosten konnten. Der Weißwein war sogar ziemlich gut, aber der Eiswein war so süß, dass ich ihn fast nicht austrinken konnte. Ich trank ihn natürlich trotzdem, wäre ja schade darum gewesen :-) Danach ging es dann endgültig zu den Niagara Fällen, wir fuhren mit einem Boot ganz nahe hin. Gott sei Dank hatten wir unsere tollen Regenmäntel, denn sonst wären wir komplett nass gewesen. Die Fälle sind einfach so unglaublich groß und beeindruckend, irgendwie kommt man sich vor wie am Ende der Welt. Völlig überweltigt von den ganzen Eindrücken spazierten wir noch ein wenig im Ort herum, in dem es auch ein Casino und eine Vergnügungsstraße gibt, die mich irgendwie an die Fußgängerzone in Lignano erinnert hat.
Auf der Rückreise blieben wir dann noch bei einigen Aussichststellen stehen und genossen noch letzte Blicke auf diese wunderschöne Gegend.
Am Abend stürtzten wir uns noch in das Nachtleben von Toronto. Wir gingen mit einer Gruppe aus dem Hotel in eine Rock/Karaokebar. Dort versuchten wir Julia ca. 2 Stunden lang zum Singen zu überreden und als wir es endlich geschafft hatten, war leider die Liste schon voll und sie kam nicht mehr dran. Schade!
Unseren letzten Tag in Toronto genossen wir noch in vollen Zügen. Zuerst schliefen wir uns einmal so richtig aus, dann packten wir unsere Koffer und gingen an den Strand. Am Abend fuhren wir dann zum Flughafen, wo wir uns noch mit dem Beamten am Ticketschalter ärgern mussten, weil er mich wegen 2 kg Übergepäck vor allen anderen Leuten meinen Koffer aus- bzw. umpacken ließ. Schlussendlich haben wir es aber geschafft und genossen den vierstündigen Flug mit Filmen und Serien. Um ca. 23 Uhr Ortszeit kamen wir schlussendlich in Calgary an, wie es dort weiterging erfahrt ihr im nächsten Eintrag.

LG und Bussal
Alex

Samstag, 30. August 2008

22. - 24. August: Montréal

Hallo!

Hier gibt es neues von meiner dritten Reisestation: Montréal.
Nach einigen Schwierigkeiten an der Grenze (der Grenzbeamte wollte mich ohne Visum nicht einreisen lassen, obwohl ich eigentlich keines brauche, jetzt hab ich halt doch eines) sind wir gut in Montréal angekommen und haben, wie bis jetzt immer, ein besseres Zimmer bekommen, als eigentlich bestellt. Wir teilten es uns zuerst mit zwei Schweizerinnen, die wir dann in Toronto wieder trafen, und dann mit einer Französin und einer Chinesin. Im großen und ganzen kann man sagen, dass Montréal die europäischste Stadt von allen war, deshalb haben wir uns auch gleich wie zu hause gefühlt. Es gibt dort viele Restaurants und Bars mit "Gastgarten". Wir wollten auch gleich unser Französisch testen, doch leider scheiterten wir kläglich. Der dortige Akzent war für uns so unverständlich, dass wir es gleich aufgegeben haben und beim Englisch geblieben sind.
Am ersten Abend haben wir auch gleich in der Nähe eine Straße mit lauter Restaurant gefunden und da Montréal die erste Stadt war, in der wir auch was trinken durften, haben wir uns gleich einen Radler zum Abendessen gegönnt und Pläne für die kommenden Tage geschmiedet.
Am nächsten Tag haben wir uns die wunderschöne Altstadt angeschaut (ist wirklich sehr europäisch bzw. französisch dort) und haben uns dann noch in einem Einkaufszentrum gestärkt. Danach haben wir noch das Nachtleben erkundet (ich kürzer, Julia etwas länger)
Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zu einem kleinen Aussichtsberg (Mont Royal), wir waren auf einen kleinen Spaziergang eingestellt, aber durch das Wetter (durchgehend über 30°) wurde es doch ziemlich anstrengend, vor allem weil man den letzten Teil nur über Stufen erreichen kann. Endlich oben angelangt (nach ca. 30 Minuten) hatten wir einen wunderschönen Blick auf die ganze Stadt, und weil uns das noch nicht genug war, beschlossen wir noch zum Gipfelkreuz zu gehen. Das waren noch einmal ca. 10 Minuten Gehzeit, doch dann kamen wir zu einem Kreuz, das so überdimensional groß war (ich glaube so ca. wie am Hochschwab). Wir haben auch gleicht ein "Gipfelfoto" gemacht und sind anschließend wieder zurück in unser Hotel gegangen und am Abend weiter nach Toronto gefahren.

Das wars von der dritten Reisestation, ich hoffe es geht euch allen gut!
LG und Bussal
Alex

Zweite Station: Boston






Hallo!

Hier fogt der nächste Teil meines Reiseberichts. Von 20. bis 22. August machten wir Station in Boston. Von Anfang an waren wir beide begeistert von der Stadt, da es nicht so laut und stressig wie in New York war, trotzdem hat die Stadt alle Vorzüge einer Großstadt. Was uns aber am besten gefallen hat, waren die riesigen Parks und Grünanlagen, die überall zu finden waren.
Am ersten Tag erkundeten wir gleich einmal die berühmte Harvard University. Die ist unglaublich riesig und wunderschön, die einzelnen Häuser sind von Rasen umgeben und mit Efeu bewachsen, einfach ein Traum! Man fühlt sich gleich ein wenig gescheiter, wenn man einige Zeit dort verbringt :-)
Am nächsten Tag begaben wir uns auf eine ca. 4 stündige Walbeobachtungstour. Das war sicher eines der Highlights dieser Reise. Das Wetter war einfach traumhaft, also genau das richtige dafür. Etwa 1-1,5 Stunden außerhalb des Hafens konnten wir die ersten Wale sehen. Einige Buckelwale mit ihren Jungtieren, einfach toll! Sie haben zwar nichts spektakuläres gemacht, trotzdem war es super, Wale einmal von so nah zu sehen.
Den restlichen Tag verbrachten wir noch im Einkaufszentrum bzw. am Hafen, sodass wir von der Sonne aufgebrannt, aber glücklich und zufrieden von den USA Abschied nehmen konnten, denn die nächste Station brachte uns schon nach Montréal, Kanada. Weiteres darüber könnt ihr im nächsten Eintrag lesen! Ich hoffe es geht euch allen gut,

LG und Bussi
Alex

Erster Reisebericht: New York















Hallo!

Nach einer langen und aufregenden Reise gibt es erste Neuigkeiten von mir. Zum Einstieg gibt es mal einen ersten Reisebericht von unserer ersten Station: New York
Wir (meine beste Freundin Julia und ich) sind am Samstag, 16. August von Wien aufgebrochen um die USA und Kanada zu erkunden, bevor ich mein Auslandssemester in Calgary beginne. Obwohl der Abschiedsschmerz am Anfang groß war, freute ich mich total, dass das Abenteuer endlich beginnen konnte. Zuerst legten wir einen kurzen Aufenthalt am Flughafen London Heathrow ein, der ist so riesig, das ist echt unglaublich, wir waren nur am Terminal 5 und unsere Koffer wurden zum Glück NICHT verloren :-) Danach ging es direkt weiter nach New York, die Einreise ging so perfekt über die Bühne, dass wir es gar nicht glauben konnten es wirklich geschafft zu haben. Also schnappten wir uns gleich ein Taxi, was sich als echtes Abenteuer herausstellte, da der Fahrer schlechter Englisch sprach als wir und ich nicht wirklich das Gefühl hatte, dass er wusste wo er hin muss. Trotzdem sind wir nach ca. 45 Min. Fahrt zu unserem Hostel gekommen. Dort wurde uns gleich die frohe Botschaft verkündet, dass wir ein besseres Zimmer bekommen würden, als wir eigentlich gebucht hatten. Die Reise stand also von Anfang an unter einem guten Stern.
Am nächsten Tag fuhren wir gleich zum Times Square, um das wirkliche Zentrum New Yorks kennen zu lernen. Der erste Eindruck dort war einfach unglaublich, die Wolkenkratzer waren so groß und bunt (wegen den ganzen Reklametafeln), wir waren einfach überwältigt. Nach diesem Schock gingen wir gleich zum Empire State Building um uns vom Aussichtsdeck im 86. Stock ein besseres Bild von der Stadt machen zu können. Der Blick war einfach unglaublich (um euch selbst davon zu überzeugen siehe Fotos!). Danach stürmten wir gleich zu Macy's, dem größten Shopping Center der Welt, leider waren die Preise dort etwas über unserem Niveau, deshalb bleiben wir beim Anschauen. Aber Gott sei Dank fanden wir auch andere Geschäfte, die schon eher unseren Vorstellungen entsprachen: Hard Rock Café und Victoria's Secret. Anschließend ging es auf zu Madame Tussaud's Wachsfigurenkabinett, wo von Jonny Depp, Julia Roberts, Beyoncé, diverse Politiker und historische Persönlichkeite so ziemlich jeder Promi zu finden ist. Völlig erschöpft von diesem Marathon fuhren wir wieder zurück zum Hostel und machten noch einen Abstecher zum Central Park, der ca. 5-10 Minuten Gehzeit von uns entfernt lag. Dort beobachteten wir die Sportler (Tennisspieler, Läufer und Radfahrer so weit das Auge reicht) und erholten uns von den Eindrücken des ersten Tages im Big Apple.
Der zweite Tag war ganz dem Sightseeing gewidmet, gleich in der Früh brachen wir auf Richtung Hafen, um von dort zur Freiheitsstatue und Ellis Island, dem ehemaligen Einwanderungsamt (heute nur noch ein Museum) zu erkunden. Die Freiheitsstatue war beeindruckend, wir konnten sogar im Inneren ein Stück hinaufgehen. Das Museum hingegen war ziemlich bedrückend, da unzählige Fotos von Einwanderern zu sehen waren, die alles aufgaben, nur um nach New York zu kommen. Aber wir konnten auch in einem Computer nachsehen, ob eventuell Verwandte bzw. Bekannte dabei waren. Die Liste mit Leuten namens Farmer war natürlich unendlich, wer weiß, vielleicht war wirklich ein Verwandter von mir dabei... Am Nachmittag besuchten wir die Ausstellung Bodies, the Exibition, wo menschliche Körper bzw. Organe... gezeigt und erklärt werden. Das war total interessant, aber auch irgendwie unheimlich, da es sich dabei um echte Menschen bzw. Tote handelt. Danach kauften wir uns ein Ticket für eine Stadtrundfahrt per Bus, der bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten stehen bleibt, sodass man immer aus- und einsteigen kann, wo man will. Das war total super, so haben wir die ganze Downtown von Manhattan gesehen und auch alles wichtige erklärt bekommen.
Der dritte und eigentlich schon letzte Tag in New York war ganz dem Shopping gewidmet (was vor allem Julia ausnutzte), ich hab auch noch den Ground Zero besichtigt. Aber irgendwie war ich enttäuscht davon, da es nur ein riesiger leerer Fleck bzw. eine riesige Baustelle ist, sonst erinnert wirklich nichts mehr an die Twin Towers. Am Abend besuchten wir dann das Broadway Musical Hairspray. Wir waren beide begeistert von den Kostümen, den Darstellern... es war einfach spitze! Die Lieder waren toll und es war einfach etwas besonderes, ein Musical am Broadway anschauen zu können.
Völlig zufrieden, glücklich, aber auch müde machten wir uns am nächsten Tag also auf den Weg nach Boston, der nächsten Station auf unserer Reiseroute. Mehr dazu gibts hoffentlich bald (wenn es meine Zeit zulässt)!!

LG und Bussal an Alle!
Eure Alex