Also gestern bin ich wieder von meinem Kurztrip nach
Vancouver und Vancouver Island zurück gekommen. Dort war es wirklich total schön, leider war das Wetter aber nicht so toll (Regen, Schnee und ziemlich kalt). Wir (Antonia, eine Austauschstudentin aus Finnland und ich) sind von Freitag bis Sonntag in Vancouver geblieben. Dort habe wir uns alles mögliche angeschaut und auch die letzten Weihnachtseinkäufe erledigt. Die Stadt ist wirklich total schön, im Sommer wahrscheinlich noch besser. Zurzeit gibt es auch ziemlich viele Baustellen, weil dort die Olympischen Winterspiele 2010 stattfinden. Unser Hostel war mitten im Stadtzentrum, aber es war schon ziemlich alt und die Aussicht war auch nicht so berauschend (siehe Fotos). Am Sonntag, unserem letzten Abend, hatten wir dann noch eine besonderes Abenteuer: wir lagen schon im Bett, es war so ca. 21.30 und waren schon für unsere Weiterreise nach Vancouver Island gerüstet, als plötzlich der Feueralarm losgeht. Zuerst haben wir das nicht so ernst genommen, weil wir hier in Calgary andauernd (Probe-)Feueralarm haben (so ca. einmal pro Monat), doch als wir dann gehört haben, dass die ganzen anderen Gäste ganz aufgeregt nach draußen gerannt sind, wollten wir uns dann auch auf den Weg machen. Ich wollte noch meine Handtasche mit den ganzen Dokumenten, Kamera und Geldtasche mitnehmen, aber in der Hektik konnte ich den Schlüssel zum Kasten, wo meine Tasche eingesperrt war nicht finden. Also sind wir dann ohne meine Tasche runtergelaufen (vom 5. Stock). Als wir im ersten Stock vorbeikamen, sahen wir auch ein bisschen Rauch, aber Gott sei Dank keine Flammen. Im Freien wurden wir dann auch schon von ca. 5 Feuerwehrautos erwartet, die stürmten dann auch gleich ins Haus und löschten die paar Flammen. Insgesamt war das ganze Haus für ca. 2.5 Stunden evakuiert. Glücklicherweise war das Zimmer in dem der Brand ausgebrochen ist nicht bewohnt, und so ist keinem was passiert. Als wir dann nach 2.5 Stunden wieder in unser Zimmer zurück konnten, wollte ich meinen Kasten aufsperren, weil ich den Schlüssel aber nirgends finden konnte, musste das Schloss schließlich aufgebrochen werden (um Mitternacht, ich dachte, dass der Schlüssel in meiner Geldtasche im Kasten war). Natürlich habe ich den Schlüssel dann fünf Minuten später in meiner Hosentasche gefunden, also wäre die ganze zusätzlich Aufregung auch umsonst gewesen...
Nach diesem aufregenden Tag ging es dann am Montag in der Früh weiter nach Victoria auf
Vancouver Island. Das ist eine der ältesten Städte in Kanada und ist ziemlich europäisch angehaucht, wahrscheinlich hat es uns deshalb so gut gefallen. Leider war das Wetter dort nicht viel besser (es schneite, was dort ziemlich ungewöhnlich ist, deshalb war überall Chaos). Dort haben wir uns dann Chinatown, den Hafen, das Parlament und das Museum von British Columbia angeschaut. Das war total interessant, vor allem weil sie einen Teil über die Kanadischen Ureinwohner (bei uns würde man Indianer sagen) hatten. Zum Abschluss gingen wir dann am Abend noch in ein Steakhouse, um unseren Abschied noch einmal gebürtig und typisch kanadisch zu genießen.
Am nächsten Morgen (Mittwoch) ging es dann in der Früh (4.30 Tagwache) los, weil wir zuerst mit der Fähre zurück nach Vancouver (ca. 1.5 Stunden), und dann noch einmal ca. 1 Stunde mit dem Bus zum Flughafen fahren mussten. Dort schneite es wieder einmal, und weil das für Vancouver so ungewöhnlich ist, herrschte dort das total Chaos. Wir mussten 1.5 Stunden im Flugzeug warten bis wir endlich losfliegen konnten, weil es zuerst noch enteist werden musste. Also kamen wir dann mit ca. 2 Stunden Verspätung in Calgary an, wo der wirkliche Winter schon auf uns wartete: -20° und ca. 20 cm Schnee...
Jetzt verfliegt die Zeit hier immer mehr, am Samstag geht es schon wieder zurück Richtung Österreich und der Stress wird immer größer: Wohnung putzen, Koffer packen, von allen Freunden verabschieden... Trotzdem freue ich mich schon sehr, zu Weihnachten wieder zu Hause zu sein!
LG und bis bald!!
Alex
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