Freitag, 19. Dezember 2008

Letzte Grüße aus Calgary

Hallo!

Also gestern bin ich wieder von meinem Kurztrip nach Vancouver und Vancouver Island zurück gekommen. Dort war es wirklich total schön, leider war das Wetter aber nicht so toll (Regen, Schnee und ziemlich kalt). Wir (Antonia, eine Austauschstudentin aus Finnland und ich) sind von Freitag bis Sonntag in Vancouver geblieben. Dort habe wir uns alles mögliche angeschaut und auch die letzten Weihnachtseinkäufe erledigt. Die Stadt ist wirklich total schön, im Sommer wahrscheinlich noch besser. Zurzeit gibt es auch ziemlich viele Baustellen, weil dort die Olympischen Winterspiele 2010 stattfinden. Unser Hostel war mitten im Stadtzentrum, aber es war schon ziemlich alt und die Aussicht war auch nicht so berauschend (siehe Fotos). Am Sonntag, unserem letzten Abend, hatten wir dann noch eine besonderes Abenteuer: wir lagen schon im Bett, es war so ca. 21.30 und waren schon für unsere Weiterreise nach Vancouver Island gerüstet, als plötzlich der Feueralarm losgeht. Zuerst haben wir das nicht so ernst genommen, weil wir hier in Calgary andauernd (Probe-)Feueralarm haben (so ca. einmal pro Monat), doch als wir dann gehört haben, dass die ganzen anderen Gäste ganz aufgeregt nach draußen gerannt sind, wollten wir uns dann auch auf den Weg machen. Ich wollte noch meine Handtasche mit den ganzen Dokumenten, Kamera und Geldtasche mitnehmen, aber in der Hektik konnte ich den Schlüssel zum Kasten, wo meine Tasche eingesperrt war nicht finden. Also sind wir dann ohne meine Tasche runtergelaufen (vom 5. Stock). Als wir im ersten Stock vorbeikamen, sahen wir auch ein bisschen Rauch, aber Gott sei Dank keine Flammen. Im Freien wurden wir dann auch schon von ca. 5 Feuerwehrautos erwartet, die stürmten dann auch gleich ins Haus und löschten die paar Flammen. Insgesamt war das ganze Haus für ca. 2.5 Stunden evakuiert. Glücklicherweise war das Zimmer in dem der Brand ausgebrochen ist nicht bewohnt, und so ist keinem was passiert. Als wir dann nach 2.5 Stunden wieder in unser Zimmer zurück konnten, wollte ich meinen Kasten aufsperren, weil ich den Schlüssel aber nirgends finden konnte, musste das Schloss schließlich aufgebrochen werden (um Mitternacht, ich dachte, dass der Schlüssel in meiner Geldtasche im Kasten war). Natürlich habe ich den Schlüssel dann fünf Minuten später in meiner Hosentasche gefunden, also wäre die ganze zusätzlich Aufregung auch umsonst gewesen...

Nach diesem aufregenden Tag ging es dann am Montag in der Früh weiter nach Victoria auf Vancouver Island. Das ist eine der ältesten Städte in Kanada und ist ziemlich europäisch angehaucht, wahrscheinlich hat es uns deshalb so gut gefallen. Leider war das Wetter dort nicht viel besser (es schneite, was dort ziemlich ungewöhnlich ist, deshalb war überall Chaos). Dort haben wir uns dann Chinatown, den Hafen, das Parlament und das Museum von British Columbia angeschaut. Das war total interessant, vor allem weil sie einen Teil über die Kanadischen Ureinwohner (bei uns würde man Indianer sagen) hatten. Zum Abschluss gingen wir dann am Abend noch in ein Steakhouse, um unseren Abschied noch einmal gebürtig und typisch kanadisch zu genießen.

Am nächsten Morgen (Mittwoch) ging es dann in der Früh (4.30 Tagwache) los, weil wir zuerst mit der Fähre zurück nach Vancouver (ca. 1.5 Stunden), und dann noch einmal ca. 1 Stunde mit dem Bus zum Flughafen fahren mussten. Dort schneite es wieder einmal, und weil das für Vancouver so ungewöhnlich ist, herrschte dort das total Chaos. Wir mussten 1.5 Stunden im Flugzeug warten bis wir endlich losfliegen konnten, weil es zuerst noch enteist werden musste. Also kamen wir dann mit ca. 2 Stunden Verspätung in Calgary an, wo der wirkliche Winter schon auf uns wartete: -20° und ca. 20 cm Schnee...


Am Abend hatten wir dann unsere Abschiedsparty, weil die ersten schon heute weggeflogen sind (siehe Fotos). Das war gleichzeitig auch die vorzeitige Geburtstagsfeier für Viviana (aus Wien), also hatten wir gleich noch einen Grund zum Feiern. Das haben wir natürlich auch gründlich gemacht, bis ich dann so gegen 4 Uhr in der Früh doch ins Bett gegangen bin.
Jetzt verfliegt die Zeit hier immer mehr, am Samstag geht es schon wieder zurück Richtung Österreich und der Stress wird immer größer: Wohnung putzen, Koffer packen, von allen Freunden verabschieden... Trotzdem freue ich mich schon sehr, zu Weihnachten wieder zu Hause zu sein!

LG und bis bald!!

Alex

Samstag, 13. Dezember 2008

Kurzbericht aus Vancouver



Hallo!
Ja, es gibt mich noch... nachdem ich mich jetzt so lange nicht mehr gemeldet habe, wollte ich nur ein kurzes Lebenszeichen nach Oesterreich schicken, ein genauerer Bericht meiner ziemlich aufregenden letzten Wochen folgt sicherlich noch.

Also, die Deutsch-Oesterreich Party war ziemlich erfolgreich, unser Essen ist sehr gut angekommen, obwohl die meisten das Kernoel am Anfang doch ein wenig verdaechtig fanden, doch nachdem wir sie mal dazu ueberredet hatten es zu probieren, waren alle begeistert. Auch die Musik (obwohl hauptsaechlich aus Deutschland) war ein totaler Hit, deshalb tanzten wir auch bis spaet in die Nacht. Alles in allem war es ein voller Erfolg und es war einfach toll, wieder mal oesterreichisches Essen zu haben (Kartoffel und natuerlich der Salat mit Kernoel).


Die Tage danach waren ziemlich stressig, standen doch schoen langsam die Abschlusspruefungen vor der Tuer, und die Professoren deckten uns auch noch mit Projekten und Aufgaben ein, also blieb mir nicht viel Zeit zum verschnaufen.

Am naechsten Wochenende (28./29. November) fuhr ich nach Lake Louise zum Ski/Weltcup der Herren. Dort habe ich mich mit ein paar Freunden aus Graz getroffen, die zurzeit auch in Kanada studieren. Zusammen haben wir uns dann die Abfahrt und den Super G angeschaut. Das war wirklich ein tolles Erlebnis, vor allem weil es in Kanada nicht so viele Fans gibt und man so viel naeher an die Fahrer herankommt (und auch keinen Eintritt bezahlt und dafuer noch gratis Getraenke ausgeschenkt werden). Das haben wir dann auch gemerkt, als wir am Samstag Abend zur Startnummernauslosung fuer das Rennen am Sonntag gingen (natuerlich auch wieder gratis Eintritt und gratis Champagner und Essen). Dort haben wir gleich einige der Fahrer angesprochen, einige Fotos gemacht und sind dann schlussendlich noch zusammen zur Hotelbar gegangen, wo wir dann bis spaet in die Nacht blieben und mit diversen Fahrern, Trainern, Betreuern... tratschten und feierten (siehe Fotos). Das war total lustig!! Am Sonntag Abend haben wir dann einige der Fahrer noch einmal in einem Klub in Calgary getroffen, weil sie von dort aus am naechsten Tag weitergeflogen sind. Dort ging das Feiern natuerlich wieder weiter, ich haette mir nicht gedacht, dass man mit denen so einen Spass haben kann.

Die Woche darauf haben wir dann mit dem Volleyballteam nach einem ziemlich knappen und spannenden Halbfinale (unser erster Sieg gegen diese Manschaft nach zwei Niederlagen) unsere Meisterschaft gewonnen. Als Siegespreis haben wir sogar T-Shirts und Gutscheine fuer eine Sportbar bekommen.

Das Wochenende darauf haben dann auch schon die Abschlusspruefungen begonnen, gott sei Dank waren sie nicht besonders schwer und lernintensiv (im Vergleich zu Oesterreich), obwohl vier Pruefungen innerhalb von sechs Tagen schon ein gewisses Time-Management Talent erfordern. Aber ich habe sie jetzt alle gut hinter mich gebracht und geniesse jetzt meine letzten Tage in Kanada.

Heute frueh bin ich nach Vancouver aufgebrochen, wo ich bis Mittwoch bleiben werde. Leider hat uns heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht (es schuettete den ganzen Tag wie aus Eimern) und wir konnten nicht viel machen, ausser die letzten Weihnachtseinkaeufe zu erledigen. Morgen und uebermorgen werden wir noch hier in Vancouver bleiben, danach werden wir noch weiter nach Vancouver Island fahren. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich schon total, genauere Berichte gibt es dann spaeter.

Danach werde ich noch bis 20. Dezember in Calgary bleiben, danach gehts wieder zurueck nach Hause, ich freue mich schon Weihnachten wieder zu Hause zu verbringen.

Bis bald!
Alex