Freitag, 19. Dezember 2008

Letzte Grüße aus Calgary

Hallo!

Also gestern bin ich wieder von meinem Kurztrip nach Vancouver und Vancouver Island zurück gekommen. Dort war es wirklich total schön, leider war das Wetter aber nicht so toll (Regen, Schnee und ziemlich kalt). Wir (Antonia, eine Austauschstudentin aus Finnland und ich) sind von Freitag bis Sonntag in Vancouver geblieben. Dort habe wir uns alles mögliche angeschaut und auch die letzten Weihnachtseinkäufe erledigt. Die Stadt ist wirklich total schön, im Sommer wahrscheinlich noch besser. Zurzeit gibt es auch ziemlich viele Baustellen, weil dort die Olympischen Winterspiele 2010 stattfinden. Unser Hostel war mitten im Stadtzentrum, aber es war schon ziemlich alt und die Aussicht war auch nicht so berauschend (siehe Fotos). Am Sonntag, unserem letzten Abend, hatten wir dann noch eine besonderes Abenteuer: wir lagen schon im Bett, es war so ca. 21.30 und waren schon für unsere Weiterreise nach Vancouver Island gerüstet, als plötzlich der Feueralarm losgeht. Zuerst haben wir das nicht so ernst genommen, weil wir hier in Calgary andauernd (Probe-)Feueralarm haben (so ca. einmal pro Monat), doch als wir dann gehört haben, dass die ganzen anderen Gäste ganz aufgeregt nach draußen gerannt sind, wollten wir uns dann auch auf den Weg machen. Ich wollte noch meine Handtasche mit den ganzen Dokumenten, Kamera und Geldtasche mitnehmen, aber in der Hektik konnte ich den Schlüssel zum Kasten, wo meine Tasche eingesperrt war nicht finden. Also sind wir dann ohne meine Tasche runtergelaufen (vom 5. Stock). Als wir im ersten Stock vorbeikamen, sahen wir auch ein bisschen Rauch, aber Gott sei Dank keine Flammen. Im Freien wurden wir dann auch schon von ca. 5 Feuerwehrautos erwartet, die stürmten dann auch gleich ins Haus und löschten die paar Flammen. Insgesamt war das ganze Haus für ca. 2.5 Stunden evakuiert. Glücklicherweise war das Zimmer in dem der Brand ausgebrochen ist nicht bewohnt, und so ist keinem was passiert. Als wir dann nach 2.5 Stunden wieder in unser Zimmer zurück konnten, wollte ich meinen Kasten aufsperren, weil ich den Schlüssel aber nirgends finden konnte, musste das Schloss schließlich aufgebrochen werden (um Mitternacht, ich dachte, dass der Schlüssel in meiner Geldtasche im Kasten war). Natürlich habe ich den Schlüssel dann fünf Minuten später in meiner Hosentasche gefunden, also wäre die ganze zusätzlich Aufregung auch umsonst gewesen...

Nach diesem aufregenden Tag ging es dann am Montag in der Früh weiter nach Victoria auf Vancouver Island. Das ist eine der ältesten Städte in Kanada und ist ziemlich europäisch angehaucht, wahrscheinlich hat es uns deshalb so gut gefallen. Leider war das Wetter dort nicht viel besser (es schneite, was dort ziemlich ungewöhnlich ist, deshalb war überall Chaos). Dort haben wir uns dann Chinatown, den Hafen, das Parlament und das Museum von British Columbia angeschaut. Das war total interessant, vor allem weil sie einen Teil über die Kanadischen Ureinwohner (bei uns würde man Indianer sagen) hatten. Zum Abschluss gingen wir dann am Abend noch in ein Steakhouse, um unseren Abschied noch einmal gebürtig und typisch kanadisch zu genießen.

Am nächsten Morgen (Mittwoch) ging es dann in der Früh (4.30 Tagwache) los, weil wir zuerst mit der Fähre zurück nach Vancouver (ca. 1.5 Stunden), und dann noch einmal ca. 1 Stunde mit dem Bus zum Flughafen fahren mussten. Dort schneite es wieder einmal, und weil das für Vancouver so ungewöhnlich ist, herrschte dort das total Chaos. Wir mussten 1.5 Stunden im Flugzeug warten bis wir endlich losfliegen konnten, weil es zuerst noch enteist werden musste. Also kamen wir dann mit ca. 2 Stunden Verspätung in Calgary an, wo der wirkliche Winter schon auf uns wartete: -20° und ca. 20 cm Schnee...


Am Abend hatten wir dann unsere Abschiedsparty, weil die ersten schon heute weggeflogen sind (siehe Fotos). Das war gleichzeitig auch die vorzeitige Geburtstagsfeier für Viviana (aus Wien), also hatten wir gleich noch einen Grund zum Feiern. Das haben wir natürlich auch gründlich gemacht, bis ich dann so gegen 4 Uhr in der Früh doch ins Bett gegangen bin.
Jetzt verfliegt die Zeit hier immer mehr, am Samstag geht es schon wieder zurück Richtung Österreich und der Stress wird immer größer: Wohnung putzen, Koffer packen, von allen Freunden verabschieden... Trotzdem freue ich mich schon sehr, zu Weihnachten wieder zu Hause zu sein!

LG und bis bald!!

Alex

Samstag, 13. Dezember 2008

Kurzbericht aus Vancouver



Hallo!
Ja, es gibt mich noch... nachdem ich mich jetzt so lange nicht mehr gemeldet habe, wollte ich nur ein kurzes Lebenszeichen nach Oesterreich schicken, ein genauerer Bericht meiner ziemlich aufregenden letzten Wochen folgt sicherlich noch.

Also, die Deutsch-Oesterreich Party war ziemlich erfolgreich, unser Essen ist sehr gut angekommen, obwohl die meisten das Kernoel am Anfang doch ein wenig verdaechtig fanden, doch nachdem wir sie mal dazu ueberredet hatten es zu probieren, waren alle begeistert. Auch die Musik (obwohl hauptsaechlich aus Deutschland) war ein totaler Hit, deshalb tanzten wir auch bis spaet in die Nacht. Alles in allem war es ein voller Erfolg und es war einfach toll, wieder mal oesterreichisches Essen zu haben (Kartoffel und natuerlich der Salat mit Kernoel).


Die Tage danach waren ziemlich stressig, standen doch schoen langsam die Abschlusspruefungen vor der Tuer, und die Professoren deckten uns auch noch mit Projekten und Aufgaben ein, also blieb mir nicht viel Zeit zum verschnaufen.

Am naechsten Wochenende (28./29. November) fuhr ich nach Lake Louise zum Ski/Weltcup der Herren. Dort habe ich mich mit ein paar Freunden aus Graz getroffen, die zurzeit auch in Kanada studieren. Zusammen haben wir uns dann die Abfahrt und den Super G angeschaut. Das war wirklich ein tolles Erlebnis, vor allem weil es in Kanada nicht so viele Fans gibt und man so viel naeher an die Fahrer herankommt (und auch keinen Eintritt bezahlt und dafuer noch gratis Getraenke ausgeschenkt werden). Das haben wir dann auch gemerkt, als wir am Samstag Abend zur Startnummernauslosung fuer das Rennen am Sonntag gingen (natuerlich auch wieder gratis Eintritt und gratis Champagner und Essen). Dort haben wir gleich einige der Fahrer angesprochen, einige Fotos gemacht und sind dann schlussendlich noch zusammen zur Hotelbar gegangen, wo wir dann bis spaet in die Nacht blieben und mit diversen Fahrern, Trainern, Betreuern... tratschten und feierten (siehe Fotos). Das war total lustig!! Am Sonntag Abend haben wir dann einige der Fahrer noch einmal in einem Klub in Calgary getroffen, weil sie von dort aus am naechsten Tag weitergeflogen sind. Dort ging das Feiern natuerlich wieder weiter, ich haette mir nicht gedacht, dass man mit denen so einen Spass haben kann.

Die Woche darauf haben wir dann mit dem Volleyballteam nach einem ziemlich knappen und spannenden Halbfinale (unser erster Sieg gegen diese Manschaft nach zwei Niederlagen) unsere Meisterschaft gewonnen. Als Siegespreis haben wir sogar T-Shirts und Gutscheine fuer eine Sportbar bekommen.

Das Wochenende darauf haben dann auch schon die Abschlusspruefungen begonnen, gott sei Dank waren sie nicht besonders schwer und lernintensiv (im Vergleich zu Oesterreich), obwohl vier Pruefungen innerhalb von sechs Tagen schon ein gewisses Time-Management Talent erfordern. Aber ich habe sie jetzt alle gut hinter mich gebracht und geniesse jetzt meine letzten Tage in Kanada.

Heute frueh bin ich nach Vancouver aufgebrochen, wo ich bis Mittwoch bleiben werde. Leider hat uns heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht (es schuettete den ganzen Tag wie aus Eimern) und wir konnten nicht viel machen, ausser die letzten Weihnachtseinkaeufe zu erledigen. Morgen und uebermorgen werden wir noch hier in Vancouver bleiben, danach werden wir noch weiter nach Vancouver Island fahren. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich schon total, genauere Berichte gibt es dann spaeter.

Danach werde ich noch bis 20. Dezember in Calgary bleiben, danach gehts wieder zurueck nach Hause, ich freue mich schon Weihnachten wieder zu Hause zu verbringen.

Bis bald!
Alex

Donnerstag, 20. November 2008

Der Winter ist zurück

Hallo!
Nach einer etwas längeren Pause melde ich mich nun wieder aus Calgary. Nach dem ersten, etwas überraschenden Schnee (der leider viel zu schnell wieder geschmolzen ist), ist nun der Winter endlich wieder zurück, diesmal aber so richtig, mit noch mehr Schnee und eiskalten Temparaturen (durchschnittlich 0°) - das ist Canada wie ich es mir vorgestellt habe!! Und um den Winter gleich noch mehr zu genießen, fahre ich nächstes Wochenende zu den Weltcup-Skirennen nach Lake Louise, wo ich mir mit zwei Grazer Freundinnen die Herren-Abfahrt und den Super G anschauen werde! Ich kann es kaum erwarten und hoffe, dass die Österreicher auch was "reißen" werden.
Meine Reisepläne für die Zeit nach den Abschlussplänen sind jetzt auch schon fix: am 12. Dezember fliege ich nach Vancouver bzw. Vancouver Island, wo ich bis 17. Dezember bleiben werde um meine letzten Tage hier in Kanada noch mal so richtig zu genießen. Ich freue mich schon sehr darauf, vor allem weil mir alle sagen, dass Vancouver die schönste Stadt in Kanada sein soll, aber ich werde sicher genug Fotos machen, um das beweisen zu können...
Ansonsten wird es hier schon schön langsam stressig: die Abschlussprüfungen stehen vor der Tür und wir sind bis zum Kopf mit diversen Projekten eingeteilt (die Professoren haben anscheinend Angst, dass wir zuviel Freizeit haben...) deshalb verbringe ich zurzeit mehr Zeit mit Lernen usw. als mir lieb ist, schön langsam erinnert es mich wieder an Graz...
Trotzdem bleibt natürlich immer noch genug Zeit zu feiern bzw. um die kanadische Kultur zu entdecken. Letztes Wochenende sind wir zum Beispiel zu einem echten Rodeo (Bullenreiten) gegangen,schließlich ist Calgary die Westernhauptstadt in Kanada. Das war ziemlich spektakulär (so spektakulär, dass es mir leider nicht gelungen ist wirklich scharfe Fotos hinzubekommen), und leider haben sich zwei Reiter dabei so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Aber einigen ist es dann doch gelungen lange genug auf dem Bullen sitzen zu bleiben, und so haben wir diesen Teil der Kanadischen Kultur auch genießen können.
Morgen drehen wir den Spieß dann mal um und zeigen den Kanadiern bzw. den anderen Austauschstudenten unsere Kultur: die Deutschen (es sind Bayern, also kann man das noch ziemlich gut mit unserer Kultur verbinden) und wir Österreicher haben einen Abend geplant, wo wir typisches Essen (Kartoffel, Kürbiskernöl,...) Getränke (Bier, Schnaps...) und Musik (DJ Ötzi, Reinhard Fendrich...) vorbereitet. Für alle die sich jetzt fragen, wo man in Kanada Kürbiskernöl findet: wir haben ein deutsch/österreichischen Geschäft gefunden, wo man so ziemlich alles kaufen kann was typisch ist: Knödel, Leberkäse, Milka-Schoko, Vanillekipferl, Kuhglocken, Musik, Bücher.... und natürlich auch Kürbiskernöl (fragt lieber nicht nach dem Preis!) - also ein wahrer Glücksfall für unseren Abend (Fotos und ein Bericht davon folgen in Kürze)
Natürlich bin ich auch nach wie vor sportlich aktiv: das allwöchentlichen Volleyballmatch haben wir nach hartem Kampf wieder gewonnen und sonst habe ich das Klettern (habe sogar schon eigene Kletterschuhe usw.) und das Sqash-spielen für mich entdeckt. Das macht mir wirklich total viel Spaß, da es mal eine Abwechslung zu meinen normalen Sportprogramm ist (das erste Squash-Match habe ich gleich gewonnen, obwohl ich das erste Mal gespielt habe)
Ansonsten geht es mir wirklich gut, ich hoffe euch auch,
liebe Grüße,
eure Alex

Mittwoch, 5. November 2008

Erster Schnee in Calgary!!

Hallo!

Nach einer etwas längeren Pause (ich war leider immer beschäftigt), melde ich mich wieder mit Neuigkeiten:

das Wichtigste zuerst: gestern (4. November) hat es endlich zu schneien begonnen (nachdem wir am Wochenende noch ca. 20° hatten), es hat die ganze Nacht durchgeschneit, sodass wir jetzt ca. 5 cm Neuschnee haben! Ich hoffe es geht so weiter, denn ich bin schon so richtig in Winterstimmung! Für einige der Austauschstudenten ist das richtig aufregend, da sie das erste Mal in ihrem Leben Schnee gesehen haben (deshalb werden auch fleißig Schneeballschlachten gemacht und Schneemänner gebaut).




Danach noch einiges von den letzten, ziemlich aufregenden, ereignisreichen und sportlichen Tagen:

letzten Samstag (25. Oktober) machten wir eine Wanderung im Waterton Glacier Nationalpark, der sich teils in den USA und teils in Kanada befindet. Wir brachen um 6 Uhr in der Früh auf (und das nach einer verfrühten Halloweenparty die bis 2 Uhr gedauert hatte), weil wir eine ca. 3 stündige Fahrt vor uns hatten. Gott sei Dank hatte ich da genug Zeit um den verpassten Schlaf nachzuholen. Endlich dort angekommen brachen wir also zu einer ca. 6 stündigen Wanderung im Red Canyon (die Felsen dort sind wirklich rot) auf, die uns schlussendlich zu einem wunderschönen Wasserfall und einem bereits zugefrorenen See führte. Danach gingen die anderen noch weiter zum Gipfel, eine Freundin aus Hollland und ich blieben aber beim See, da sie Höhenangst hat und ich nicht unbegingt passend ausgerüstet war (ich hatte nur Laufschuhe und man musste klettern um zum Gipfel zu kommen). Nach einer kurzen Rast machten wir uns dann wieder auf den Rückweg, wo uns die anderen dann bald wieder eingeholt hatten. So fuhren wir dann gegen 6 Uhr wieder zurück nach Hause (wieder ca. 3 Stunden Fahrt) und fielen müde ins Bett.


Am Dienstag (28. Oktober) sind wir (österreichisch-hollländische Mädelspartie) dann zum Heimspiel der Calgary Flames gegen Arizona Avalanche gegangen. Das ist das Eishockeyteam der Stadt, sie sind ziemlich erfolgreich und drauf und dran die Western Conference (Teil der NHL, für Team aus dem westlichen Part von USA und Kanada). Wir waren super ausgerüstet (wir hatten uns Trickots und Kappen von einigen Freunden ausgeborgt) und so stand dem "Abenteuer NHL nichts mehr im Weg. Das Ganze war ziemlich aufregend, da ich noch nie ein Eishockeyspiel live gesehen habe und weil es auch gleich ziemlich zur Sache ging (erste Schlägerei schon nach ca. 3 Minuten). Gott sei Dank haben "wir" (die Flames) nach miserablem Start dann doch 3:0 gewonnen und so waren alle zufrieden.


Am Donnerstag gab es dann den schon gewohnten Sieg im Volleyball, obwohl es diesmal ziemlich knapp war (26:24 im ersten Satz - wir hatten den Gegner wohl etwas unterschätzt), doch im 2. Satz fanden wir zu unserer gewohnten Stärke und gewannen haushoch.


Freitag war dann DER große Feiertag hier: Halloween. Normalerweise bin ich kein Fan davon, aber wenn man schon mal in Amerika ist, muss man das natürlich auch feiern. Deshalb machten wir (wieder mal eine österreichisch-hollländische Mädelsrunde) auf in die Stadt. Die Kostüme waren bunt gemischt: Katze, Maus, Star Wars-Prinzessin und 80er Jahre Sängerinnen (eine davon war ich, mit riesiger blonder Afro-Perücke). Wir verbrachten den ganzen Abend (ca. 8-2 Uhr) in einem riesigen Club und tanzten bis die Füße wund waren. Leider sperren hier alle Lokale schon um 2 Uhr zu (viel zu früh für uns Europäer) und deshalb machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause.


Der Samstag stand dann wieder ganz im Zeichen des Sports: am Nachmittag fuhren wir zum letzten und entscheidenden Spiel der Calgary Stampeders, dem American Football Team der Stadt. Da auch das mein erstes Live-Spiel war, war es ziemlich aufregend, leider hatten wir von den Footballregeln noch weniger Ahnung als von den Eishockeyregeln, deshalb war es anfangs ein wenig verwirrend. Doch nach kurzer Zeit wurden wir zu wahre Profis und genossen die super Stimmung im Stadion (ca. 30.000 Zuschauer, immer Musik-hat mich irgendwie an den Beachvolleyball Grand Slam in Klagenfurt erinnert), natürlich typisch amerikanisch/kanadisch mit Hot Dogs und Eistee. Gott sei Dank haben dann die Stampeders auch noch gewonnen (damit sind sie die Sieger der Western Conference und spielen um den Titel in der CFL, der Kanadischen Football Liga). Nach einer kleinen Irrfahrt durch Calgary beschloss ich dann auch noch das Volleyballmatch unseres Collegeteam anzuschauen (zum Vergleich für Volleyballinsider: die könnten ohne Probleme in der 2. Bundesliga mitspielen). Leider verloren sie nach hartem Kampf dann doch 2:3. So ging eine aufregende, sportliche Woche für mich zu Ende.


Ich hoffe es geht euch allen gut,


eure Alex







Donnerstag, 23. Oktober 2008

Neues aus Calgary

Hallo!

Heute gibt es wieder einmal Neuigkeiten aus meinem Leben hier in Calgary.
Letztes Wochenende habe ich ganz sportlich begonnen:
Donnerstag bin ich zuerst zu einem Tanzkurs gegangen, wo ich meine eingerosteten Tanzkünste wieder ein bisschen auffrischen konnte. Danach hatten wir, wie jeden Donnerstag Abend unser Volleyballmatch, das wir natürlich wieder gewonnen haben. Für das heutige Spiel haben wir sogar schon unsere "Dressen", die wir extra bestellt haben (Teamfotos gibt es hoffentlich bald zu bestaunen).
Am Freitag gings dann ab zum Kletterkurs hier am Kampus, das war total lustig! Ich glaube ich werde in Zukunft öfters dort zu finden sein!
Am Samstag hat dann das "Kulturprogramm" begonnen. Zuerst sind wir zu einem Art Rodeo gegangen, das war ziemlich lustig, leider war es kein echtes Rodeo, aber das wird noch nachgeholt. Danach ging es ab in eine lateinamerikanische Bar, wo es sogar Livemusik gab.
Am Sonntag ging dann das Sportprogramm weiter: zuerst eine Stunde in die Kletterhalle und anschließend noch zwei Stunden "Volleyballtraining", wo wir die Taktik für unser nächstes Spiel perfektioniert haben.
Doch da ich am diese Woche drei Prüfungen hatte, musste ich mich dann doch aufs Lernen konzentrieren, also hatte ich nicht mehr so viel Zeit für spannende Aktivitäten. Gott sei Dank habe ich sie jetzt aber hinter mir und ich habe wieder mehr Zeit.
Morgen beginnen hier schon die ersten Hallowe'enparties, obwohl das richtige Hallowe'en erst am 31. Oktober ist. Aber besser einmal zu viel als zu wenig feiern, damit sich das Kostümkaufen wenigsten ausgezahlt hat (Fotos werden sicher demnächste online sein!)

Ich hoffe es geht euch allen gut!
LG eure
Alex

Dienstag, 14. Oktober 2008

Thanksgiving Wochenende




Hallo!

Nach längerer Zeit melde ich mich wieder einmal und berichte euch von einem typisch kanadischen Feiertag. Ganz nach der Kanadischen Tradition habe ich das lange Thanksgiving Wochenende mit vielen Feiern und noch mehr Essen verbracht.
Alles hat am Freitag mit der Dutch Party begonnen, wo die Hollländischen Austauschstudenten versucht haben uns ihre "Kultur" näher zu bringen. Wir sind also um 6 Uhr aufgebrochen, orange Kleidung und Heineken Bier war Pflicht, sonst wären wir nicht willkommen gewesen. Die Finnen haben es ganz genau genommen und haben das Gesicht und die Fingernägel auch gleich orange angemalt, was vor allem bei den Burschen sehr lustig ausgeschaut hat. Wir wurden also mit hollländischem Essen (eine Art Erdäpfelpüree mit Ziebeln und Karotten, viel Käse und Kuchen) und Musik (sehr gewöhnungsbedürftig) verwöhnt (gequält). Danach haben wir noch hollländische Spiele gespielt, wo sich wieder einmal herausgestellt hat, dass Businessstudenten einfach besser sind als Sciencestudenten. Beim ersten Spiel musste man mit verbundenen Augen versuchen ein Stück Kuchen von einer Schnur zu essen. Klingt nicht so schwer, ist es aber, wenn man vorher eine Minute im Kreis gedreht wird und die Schnur auch noch viel zu hoch gespannt ist. Für das zweite Spiel brauchte man dann noch mehr Feingefühl. Man bekam ein Messer mit einer Schnur auf den Rücken gebunden und musste dann versuchen es in eine Bierflasche zu befördern. Das war ziemlich schwierig, vor allem weil wir die mitgebrachten Heineken Bier schon ziemlich aufgebraucht hatten. Der ganze Aben war wirklich sehr lustig und weil es jetzt schon einen finnischen und einen hollländischen Abend gegeben hat, planen wir Österreicher zusammen mit den Deutschen auch schon fleißig für unseren Abend. Leider wurde ich überstimmt und es wird keine österreichischen Schlager geben...
Am Sonntag waren wir dann alle (das heißt ca. 30 Leute) zu einem traditionellen Thanksgiving Dinner bei einer unserer Betreuerinnen eingeladen. Wir wurden um vier mit einem Bus abgeholt und fuhren dann ca. eine halbe Stunde aufs Land hinaus, wo wir schon erwartet wurden. Da das Essen erst später serviert wurde, verbrachten wir die erste Zeit mit diversen kanadischen Spielen im riesigen Garten. Ich versuchte mich mit Croquet, wo man versuchten muss einen Ball mit Schlägern, die aussehen wie riesige Hämmer, durch einen Parcours zu befördern. Das war wie bei den Spielen am Freitag: klingt zwar leicht, war es aber nicht. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und weil es am Abend so kalt wurde (wir haben jetzt durchschnittlich 3°) verlagerten wir die Feier ins Haus, wo wir uns die Zeit bis zum Essen mit Uno vertrieben. Als es dann so weit war und das Essen serviert wurde, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es gab (natürlich) gefüllten Truthahn, Süßkartoffeln, Wildreis, Lachs, Salat, Brot... ALLES SELBSTGEMACHT (wie oben erwähnt waren wir ca. 30 Gäste). Danach gab es noch Kürbiskuchen mit Kaffee, einfach traumhaft gut! Und um das ganze Essen gleich wieder herunter zu trainieren, tanzten wir dann noch zu venezolanischer Musik, bis wir alle zu müde waren und schließlich um elf Uhr wieder nach Hause fuhren.
Und weil wir ja im Laufe des Wochenendes noch nicht genug gegessen hatten, beschlossen wir am Montag, dem eigentlichen Thanksgiving Tag, noch eine Pancake Party zu veranstalten. Mit etwas Glück fanden wir dann einen offenen Supermarkt und deckten uns erst mal mit allem Nötigen ein. Dann begannen wir auch schon zu kochen: Pfannkuchen (ich hab mir das Wort Palatschinken hier abgewöhnt, weil es keiner versteht) mit Champignons, Speck, Tomaten und Käsefüllung - sehr empfehlenswert; Pfannkuchen mit Marmelade; Pfannkuchen mit Eis, Schokosauce und Karamel; Pfannkuchen mit Ahornsirup... unsere zwei Chefköche (nich Köchinnen) verwöhnten uns mit allem was das Herz begehrt (ich durfte dafür Champignons, Zwiebel, Knoblauch... schneiden, welche Ehre!). Und weil wir natürlich viel zu viel eingekauft hatten, ist die Restl-Party schon in Planung.
LG eure Alex












Mittwoch, 1. Oktober 2008

Geburtstagsmarathon - der Sommer ist zurück



Hallo!

Erstmals möchte ich mich für die vielen Glückwünsche bedanken. Für die, die es nicht wissen, am 29. September habe ich meinen 21. Geburtstag gefeiert.
Naja, eigentlich haben die Feiern schon früher begonnen, da wir am Samstag schon eine kleine Vorfeier bei einer unserer Hollländerinnen hatten. Das war wirklich lustig und hat am Sonntag einige Kopfschmerzen verursacht...
Am Sonntag sind die Feierlichkeinten dann weitergegangen. Die andern Austauschstudenten haben nämlich eine Überraschungsparty für mich organisiert. Aber alles der Reihe nach: Ich hatte ja schon einen Verdacht, dass sie irgendetwas planen, aber ich war mir eben nicht sicher. Also bin am Sonntag, dem Tag vor meinem Geburtstag in den Park hier am Kampus gegangen, weil das Wetter so wunderschön war und ich nicht in der Stube hocken wollte. Als ich also meine Wohnung verlasse, sehe ich zwei von meinen Freunden am Gang stehen, einer von ihnen hat ein Geschenk und Luftballons in der Hand. Als er mich gesehen hat, hat er sich schnell umgedreht und ist davon gegangen. Das ist mir schon sehr verdächtig vorgekommen. Ich bin dann aber trotzdem in den Park gegangen und als ich dann zurückgekommen bin, habe ich einen anderen Freund getroffen, der mir dann gesagt hat, dass sie eh alle in einer halben Stunde zu mir in die Wohnung kommen würden. Also bin ich schnell in die Wohnung gegangen und habe alles hergerichtet (die Wohnung und mich). Dann sind sie auch schon alle gekommen: ca. 20 Leute, mit selbst gebackenem Schokokuchen, Luftballons, Cookies, einer Box mit Naschzeug und einem Foto von uns allen vom Finnischen Abend. Ich habe mich so gefreut!!

Wir haben also den Kuchen verputzt und sind dann ins Kino gefahren, wo wir uns den neuen Film von Brad Pitt und George Clooney angeschaut haben (Burn after reading - ist nicht wirklich empfehlenswert). Dann sind wir wieder nach Hause GEGANGEN - ca. eine halbe Stunde, weil in Calgary Sonntags um halb zehn am Abend kein Bus mehr fährt. Naja, wenigstens haben wir den Kuchen wieder heruntertrainiert...
Und weil das noch nicht genug war, sind wir am Montag (also meinem eigentlichen Geburtstag) noch in die Bar hier am Kampus gegangen. Es war zwar nicht wirklich viel los (ab ca. 11 Uhr waren wir die einzigen in der Bar), aber trotzdem sehr lustig. Und weil in der Bar Dienstags Studentennacht ist (die Getränke sind noch billiger als normal), mussten wir das natürlich ausnutzen und sind am Dienstag gleich noch mal hingegangen (wir waren wieder fast die letzten Gäste dort).

Da ich nach diesem Geburtstagsmarathon wirklich müde war, habe ich den halben Mittwoch Nachmittag verschlafen. Das war wirklich schade, da diese Woche der Sommer zurückgekommen ist. Wir haben durchschnittlich 20 - 25° und die Leute laufen in T-Shirts und kurzen Hosen herum. Das ganze ist wirklich merkwürdig, da wir einige Tage davor noch 5 - 10° hatten und die Bäume schon gelb und rot verfärbt sind. Aber ich will mich nicht darüber beklagen, das ist einfach das Wetter hier. Es wechselt ständig und man weiß nie was kommt. Von mir aus kann es aber ruhig noch ein bisschen so bleiben, bevor der Schnee kommt (was meistens eh schon im Oktober passiert)

LG eure Alex



Dienstag, 23. September 2008

Rocky Mountains Trip - Bär gesichtet


Hallo!
Am Samstag in der Früh (6 Uhr, also wirklich früh) brachen wir Austauschstudenten und eine Gruppe aus Venezuela (ca. 50 Leute insgesamt) auf, um für 2 Tage die Rocky Mountains unsicher zu machen. Nach ca. 3 Stunden im sehr komfortablen, aber eiskalten Bus kamen wir zur ersten Station. Es war eine Raststation, wo man Sandwiches um 8 Dollar (ca. 6 Euro) kaufen konnte - willkommen in den Rocky Mountains, wo Touristen total abgezockt werden.
Danach ging es weiter zu den Colubia Icefields, einem der größten Gletscher in Kanada. Dort wurden wir mit einem riesigen Bus (die Reifen gingen mir bis zur Schulter) mitten auf den Gletscher gebracht, wo wir dann ein bisschen herumgehen konnten und Gletscherwasser trinken konnten (es war fast so gut wie unser Hochschwabwasser). Vor allem für die Südamerikaner unter uns war das sehr aufregend, weil einige das erste Mal in ihrem Leben Schnee gesehen bzw. darauf gegangen sind.

Danach ging es weiter zum Peyto Lake, wo wir von einer Aussichtsplattform den wunderbaren Blick über die Berge und den See genießen konnten. Doch weil es einige Meter noch einen viel besseren Ausblick bzw. Fotomöglichkeiten gab, beschlossen wir von der Plattform runterzuspringen (ca. 1 Meter). Doch leider gelang es Antonia (Schweden) dabei mitten in einen Baum zu springen, sodass sich ein Ast ca. 10 cm tief in ihren Oberschenkel gebohrt hat. Nach der Erstversorgung gings also mal ab ins Krankenhaus in Banff, wo sie gleich einmal ca. 600 Euro für die Behandlung (sie wurde mit 11 Stichen genäht) gezahlt hat.
Nachdem wir unser Gepäck im Hostel in Banff abgeliefert hatten, machten wir noch eine kleine Wanderung zum berühmten Fairmont Banff Springs Hotel, wo man für die Nacht schon mal ein paar Hundert Dollar bezahlt, und zu den Bow Falls, einem kleinen Wasserfall gleich in der Nähe. Auf dem Weg zurück in die Stadt spazierten wir am Bow River entlang, bis uns plötzlich ein Mann ganz aufgeregt entgegenkam und nach einem Handy fragte. Er erzählte uns, dass er einen Schwarzbär im Fuss schwimmen sah und dass der Bär nun in einem Garten in einem der Häuser auf der anderen Seite des Flusses war. Wir gaben ihm also das Handy, damit der die Polizei anrufen konnte und zückten gleichzeitig unsere Kameras. Doch anfangs sah man leider nicht so viel von dem Bär, da er sich hinter einigen Büschen versteckte. Doch als dann ein Spaziergänger auf ihn zukam, richtete er sich plötzlich auf (er war ca. 1,70m groß), stütze sich am Zaun ab und schaute den Spaziergänger an. Der hatte natürlich einen Schock und ging ganz langsam wieder zurück. Wir, auf der anderen Seite des Flusses, versuchten natürlich Fotos zu machen, doch leider war es zu dunkel und der Bär versteckte sich wieder hinter den Büschen. Kurz darauf kletterte er dann über den Zaun in den Nachbargarten und weiter in Richtung Stadt (das ganze war ca. 100 m von der Innenstadt entfernt). Doch dann kam auch schon die Polizei und vertrieb ihn wieder Richtung Wald. Wow, das war wirklich aufregend, leider hat keiner ein brauchbares Foto...
Danach machten wir uns auf Richtung Innenstadt, wo wir in einem Restaurant mir live Westernmusik unsere Burger und Steaks aßen. Danach gingen wir noch in ein Pup und machten uns dann weiter auf den Weg zurück zum Hostel (Sperrstunde war dort um 1 Uhr, und da wir nicht ausgesperrt werden wollten, brachen wir schon ein bisschen früher auf).
Nach einem typisch kanadischen Frühstück (Speck, Pfannkuchen, Obstsalat und Kaffee) brachen wir am nächsten Tag auf zum Johnston Canyon (ähnlich wie die Bärenschützklamm in Mixnitz, aber ohne die Leitern). Dort wanderten wir für ca. 2 Stunden zu zwei Wasserfällen, doch leider begann es schon nach wenigen Minuten zu regnen, sodass wir ziemlich nass wurden. Gott sei Dank hat meinen neue Winterjacke, die ich mir hier in Calgary gekauft habe, eine Kapuze und weil ich sowieso mit Haube, Handschuhen, dickem Winterpulli... ausgerüstet war, war alles halb so schlimm.
Danach ging es noch weiter nach Lake Louise, wo einige so mutig waren und im ca. 5 Grad kalten Wasser eine Runde schwimmen gingen. Ich machte mit Tamara (Hollland) eine kleine Wanderung am See entlang und zu einem Aussichtspunkt (ca. 1 Stunde). Dort fütterten wir dann einen nicht mehr ganz wilden Vogel mit Müsliriegel und genossen den wunderbaren Ausblick über die Berge und den wahnsinnig blauen See. Anschließend gingen wir noch ins Chateau Lake Louise, ein Hotel das noch teurer ist als das in Banff. Weil es die ganze Zeit weitergeregnet hat begaben wir uns dann total durchgefroren zurück in den Bus.
Nach ca. einer halben Stunde Fahrt kamen wir dann zu unserer letzten Station, Morraine Lake. Da ich bereits ziemlich müde und die Stufen im Bus ziemlich nass waren, fiel ich dann auch noch die Stufen hinunter, sodass ich jetzt ein nettes Andenken an den Trip habe (riesiger blauer Fleck). Wenigstens mussten wir nicht noch mal ins Krankenhaus fahren.
Danach ging es dann entgültig wieder zurück nach Calgary. Völlig fertig schauten wir uns als Ausklang für dieses aufregende Wochenendenoch noch einen Film an und bestellten Pizza.
Ich hoffe ich konnte euch diesen wunderbaren Trip gut beschreiben, ich fand es wirklich wunderschön und habe auch schon beschlossen zu den Ski-Weltcuprennen Ende November nach Lake Louise zurückzufahren, um mir alles im Winter nochmal anzuschauen und dem Benni Raich zu zeigen, wie man richtig Ski fährt.
LG Alex

Donnerstag, 18. September 2008

Kampusleben

Hallo!
Heute hab ich mal Zeit meinen Blog zu aktualisieren und da ist mir aufgefallen, dass ich noch nie die Uni... beschrieben habe. Also: die Uni selber ist ziemlich groß, man kann hier so ziemlich jede Berufsausbildung machen (von Krankenschwester bis zum Polizisten...). Ich belege vier Kurse in der Business School (s. Foto, die Business School ist das Gebäude am rechten Rand). Das ist ein eigenes Gebäude, das erst später gebaut wurde als der Rest, deshalb ist sie noch ziemlich neu und modern eingerichtet. Es gibt einige Computersäle und sogar einen Stand wo man Mittagessen und Kaffee kaufen kann. Im großen Gebäude, wo der Rest untergeracht ist, gibt es eine Bibliothek, einen Bookstore (hier bekommt man die unglaublich teuren Schulbücher, Mappen, Schreibsachen, Souvenirs und sogar Gewand mit dem Collegelogo drauf), einige Kaffeestände (Starbucks und Tim Hortons)... Im Haus der Studentenverbindung gibt es auch einige Restaurants, leider weiß ich nichts genaueres weil ich noch nie dort war und mein Essen eigentlich immer selber koche. Es gibt dort auch eine Bar, wo es ziemlich günstige Getränke gibt. Ich war erst einmal dort, es war ziemlich lustig und überfüllt. Es gibt sogar Karaokeabende dort, mal schauen ob ich mich mal traue etwas zu singen... Das alles ist für mich schon ziemlich beeindruckend, weil ich das aus Graz überhaupt nicht gewohnt bin. Dort haben wir nur unsere Hörsäle und die Mensa.
Aber das beste am Kampus kommt noch: es gibt auch ein riesiges Fitnesscenter, das für uns gratis ist. Dort gibt es Laufbahnen, unzählige Geräte, riesige Turnsäle, eine Kletterwand, Squashhallen,... einfach alles was man sich vorstellen kann. Und es gibt auch ein SWIMMING POOL mit Salzwasser und ein Warmwasserbecken, einfach toll!! Draußen gibt es auch noch Beachvolleyballplätze, Tennisplätze und Fußballplätze, also genug Möglichkeiten fit zu bleiben... Leider darf man im Fitnesscenter nicht fotografieren, aber ich kann euch versichern, es ist wirklich toll!
Zwischen dem Fitnesscenter und den Unigebäuden gibt es auch noch einen kleinen Teich mit Springbrunnen und ein Amphitheater. Es ist wirklich wunderschön dort und wenn es schön ist, verbringe ich dort viel Zeit mit Lesen/Lernen... Rundherum ist sehr viel Rasen und Bäume, die sich schon langsam verfärben, was das ganze noch viel schöner macht.
Die Wohngebäude sind am Kampus verteilt, es gibt einige Häuser im Osten, wo man entweder zu zweit oder zu viert wohnt und einige Häuser und Apartements im Westen. Ich wohhne in einem der 4er Apartements im Westen. Mein Haus ist das Haupthaus, das heißt, dass dort die Rezeption und die Waschmaschinen und Trockner sind, das ist wirklich total praktisch! Und das allerbeste daran ist, dass unser Haus gleich neben dem Fitnesscenter und dem Teich ist. Da unsere Wohnung im 5. Stock ist, habe ich wirklich eine wunderbare Aussicht darauf! Ich teile die Wohnung mit drei Kanadierinnen. Sie sind alle jünger als ich und ein wenig introvertiert, aber schön langsam tauen sie auf und wir verbringen öfters gemütliche Fernsehabende zusammen. Mein Zimmer ist ca. 20m² groß und hat einen begehbaren Kleiderschrank, was wirklich toll ist, weil ich endlich Platz für meinen ganzen Kram habe! Es gibt auch einen großen Schreibtisch, zwei Regale, ein Telefon und ein ziemlich hartes ungemütliches Bett. Das Badezimmer benutzen wir zu zweit und das Wohnzimmer bzw. Küche zu viert. Dort haben wir einen riesigen Fernseher mit ca. 80 verschiedenen Kanälen, eine unbequeme Couch und eine Esstheke. Die Küchenzeile besteht aus einem überdimensionalen Kühlschrank, zwei Waschbecken und einem Herd mit Backrohr (ich glaube ich bin die einzige, die den Herd wirklich benutzt, die anderen verwenden nur das Backrohr und die Mikrowelle). Alles in allem gefällt mir die Wohnung sehr gut und ich bin froh, dass ich hier gelandet bin.
Wie gesagt belege ich vier Kurse (International Finance, Introduction to the Stock Market, Principles of Auditing und Business Communication), ich glaube drei davon sind nicht so schwer, doch der Auditing Kurs wird mich gehörig ins Schwitzen bringen. Dort haben wir den ersten Test schon nächsten Montag (an meinem Geburtstag). Ich finde sie alle wirklich interessant, das einzige was mich stört ist, dass man immer vorbereitet zu den Vorlesungen gehen muss. Das heißt, dass ich meine Wochenende meistens mit Lesen verbringe, da alle meine Kurse zwischen Montag 9 Uhr und Mittwoch 21 Uhr stattfinden. Wenn dann noch Zeit bleibt (was bis jetzt noch immer der Fall war), verbringe ich viel Zeit mit den anderen Austauschstudeten. Es gibt sogar drei Deutsche und eine Halbwienerin hier (sie ist eigentlich aus Guatemala, studiert aber in Wien), der Rest kommt aus Finnland, Holland, Spanien, Australien und Mexiko, also eine ziemlich bunte Mischung. Wir machen öfters Ausflüge in die Stadt, am Wochenende fahren wir in die Rocky Mountains und gehen auf Parties. Letzte Woche haben wir einen Brunch veranstaltet (inkl. Pancakes, Joghurt, Waffeln, Obst, hartgekochte Eier....)
Tja, das ist alles, was mir zum Kampusleben hier einfällt. Ich hoffe es geht euch gut!
LG Alex

Mittwoch, 10. September 2008

Ausflug zum Calgary Zoo und Calgary Tower

Hallo!
Nach längerer Zeit gibt es jetzt wieder Neuigkeiten aus Calgary. Die Kurse haben bereits begonnen, das heißt ich habe leider nicht mehr ganz so Freizeit wie früher, obwohl es im Vergleich zu Österreich trotzdem noch viel ist (hier habe ich nur 3 oder 4 Kurse, in Österreich zwischen 7 und 9). Bis jetzt bin ich ziemlich zufrieden mit meiner Wahl, einen Kurs werde ich nicht besuchen, da er ziemlich fad ist und nicht das was ich mir vorgestellt haben, dafür versuche ich noch in einen anderen hineinzukommen. Mal sehen, ob es mir gelingt. Die Zeiteinteilung dafür finde ich toll, ich habe nur Montag, Dienstag und Mittwoch Kurse, das heißt mein Wochenende beginnt schon Mittwochs!
Das Wetter wird immer schlechter, es regnet immer öfter und trotz zwischenzeitlichen Sonnenschein wird es nie wärmer als 15°.
Letzten Samstag haben wir (die Austauschstudenten-wir sind eigentlich meistens zusammen unterwegs) einen Ausflug nach "Calgary Downtown" also in die Innenstadt gemacht. Zuerst sind wir zum Zoo gefahren. Dort haben wir uns 5 Stunden lang alle möglichen Tiere angeschaut (s. Fotos). Der Zoo ist total riesig und in Kontinente (bzw. Erdteile) aufgeteilt. Wir begannen mit Kanada und wollten unbedingt die Elche sehen, doch leider versteckten sie sich im weitläufigen Gehege so gut, dass wir sie nicht sehen konnten. Danach ging es weiter nach Afrika, wo wir die Giraffen, Löwen, Zebras... beobachteten. Das Nilpferd entschloss sich gerade ein Bad zu nehmen und stürzte sich mit solcher Wucht ins Becken, dass es beinahe überging und wir vor lauter Angst lieber weitergingen. Nachdem wir zahlreiche Affen und Schlangen in Australien gesehen hatten, gingen wir weiter nach Eurasien, wo es wunderschöne Tiger und Bären zu sehen gab. Zum Schluss gingen wir noch in den Prähistorischen Teil, wo lauter Plastikdinosauerier ausgestellt waren. Da ich diesen Teil nicht so spannend fand, gibt es leider keine Fotos davon.
Als wir also nach 5 Stunden Besichtigung fertig waren, machten wir uns mit dem Zug (jawohl, es fährt ein Zug durch die Stadt) auf in Richtung Calgary Tower, einem Aussichtsturm mit Glasboden, ähnlich wie der CN Tower in Toronto, nur nicht ganz so hoch. Dort genossen wir die Aussicht über Calgary, leider war es ziemlich bewölkt, deshalb fehlte das Flair ein bisschen.
Danach gingen wir noch in ein Pup um Abend zu Essen, dort bekam die das grauslichste Sprite und die allergrauslichste Pizza meines Lebens. Weil es dann auch noch zu regnen begann und die Temparatur auf ca. 5° absank, fuhren wir bald wieder nach Hause, in die gute warme Stube.
Leider war das mein bisher einziger Ausflug in die Innenstadt, ich hoffe, dass sich das bald ändert, damit ich wieder neues berichten kann.
LG eure
Alex

Dienstag, 2. September 2008

Ausflug nach Banff/Rocky Mountains

Hallo!

Nach ein paar Tagen in Calgary entschlossen wir uns also einen Ausflug nach Banff, den Hauptort im Banff National Park zu machen. Also standen wir um fünf Uhr auf, um den Bus um 7.30 Uhr nach Banff zu erwischen. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt und einem Bär am Wegrand, den ich leider verschlafen habe, kamen wir an und hatten gleich einen Kälteschock. Trotz dickem Pullover und Jacke zitterte ich die ganze Zeit vor lauter Kälte. Die Stadt selbst ist sehr schön, aber ziemlich auf den Tourismus ausgelegt. Man sieht einen Souvenirshop nach dem anderen, die alle vollgestopft mit Kitsch und WEIHNACHTSZEUG sind (und das im August!!). Nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt und entlang am Bow River (total schön) habe ich mir noch ein Steak im Restaurant gegönnt. Danach sind wir mit dem Bus zu einem der Berge gefahren und dann ging es mit der Gondel auf den Gipfel hinauf (wir wären ja zu Fuß gegangen, aber leider hatten wir keine Bergschuhe dabei). Von dort hatte man eine tolle Aussicht über die anderen Gipfel und die Stadt.
Danach gings noch ab zu den Hot Springs, einer Thermalquelle im Ort. Wir wunderten uns noch über den günstigen Eintritt (nur ca. 10 Euro), aber als wir hineingingen, wussten wir auch warum. Es gab nur ein Becken, das war draußen und es wimmelte so vor Leuten, dass man kaum Platz hatte. Trotzdem war es toll nach diesem Kälteschock im 39° heißen Wasser zu baden. Danach gings am Abend wieder zurück nach Calgary, wo wir totmüde ins Bett fielen und sofort einschliefen. Das war ein absolut tolles Erlebnis und ich freue mich schon, wenn ich von 20. - 21. September wieder dort bin und dann auch die Gletscher erkunde!

LG und Bussal
Alex

Sonntag, 31. August 2008

Erste Eindrücke aus Calgary

Hallo!

Wir sind also nach vier Stunden Flug in Calgary angekommen und da es schon 23 Uhr am Abend war, haben wir uns einfach eine gemütliche Bank bei der Gepäckausgabe gesucht und dort die Nacht verbracht. Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf zum College, wo ich dann meine Wohnung beziehen konnte. Alles verlief problemlos, auch der Koffer, den ich nach langen hin und her von New York aus hierher geschickt hatte, war bald da und so begann ich mit dem Einrichten. Das war wirklich lustig, da mein Zimmer ziemlich groß ist und sogar einen begehbaren Kleiderschrank hat. Auch der Rest der Wohnung, die ich mir mit 3 Kanadierinnen teile, ist super schön, groß und neu renoviert. (Mehr Fotos von der Wohnung werden noch folgen)
Als ich das hinter mir hatte starteten wir los und erkundeten die Uni bzw. den Kampus. Doch der ist so riesig, dass wir uns natürlich gleich verlaufen haben und anstatt 5 gleich mal 45 Minuten zu einem Bauernmarkt unterwegs waren, der wirklich tolles frisches Obst und Gemüse hat, ich glaube da werde ich öfters hinschauen.
Danach ging ich zu meiner Auslandsbetreuerin, sie zeigte und erklärte mir alles, was ich wissen musste. Ich werde jetzt wahrscheinlich doch nur 3 Kurse belegen, ich bin jetzt zwar in vier angemeldet, werde aber noch einen weglassen, den ich nicht so mag. Gott sei Dank habe ich meine vier Lieblingskurse bekommen, also bin ich wirklich schon aufgeregt wie es sein wird, ich hoffe sie sind nicht zu schwer für mich.
Alles in allem ist die Uni wirklich toll, viel größer, als ich es aus Graz gewohnt bin und meine Business School ist neu gebaut und wirklich toll ausgestattet. Ich kann es kaum erwarten bis die Kurse endlich anfangen!
Heute waren alle Austauschstudenten zu einem Bruch eingeladen. Das war wirklich toll. Wir wurden mit dem Bus abgeholt und fuhren dann in ein typisch kanadisches Restaurant mir vielen Bären, Geweihen, Cowboyhüten überall. Das war wirklich super, aber am besten war das Essen. Von Obst, Gemüse, diverses Gebäck, Eier in allen Variationen, Schinken, Speck, Huhn, Lasagne, Würstel (ich könnte die Liste unendlich weiterführen) gab es dort wirklich alles, was das Herz begehrt. Es war wirklich super einige andere Austauschstudenten kennen zu lernen, weil alle total nett waren. Morgen werde ich am Orientierungstag wahrscheinlich noch mehr kennen lernen, ich bin wirklich schon gespannt, wie das wird.

LG und Bussal Alex

25. - 27. August: Toronto






Hallo!

Heute gibt es hier neues von unserer nächsten Reisestation: Toronto. Dort haben wir drei aufregende Tage verbracht und uns auch die Niagarafälle angeschaut.
Nachdem wir also die ganze Nacht mit dem Bus von Montréal hergefahren sind (21 Uhr Abfahrt in Montréal, ca. 4 Uhr Ankunft in Toronto), stellten wir leider fest, dass wir erst um 13 Uhr unser Zimmer beziehen konnten. Also verbrachten wir die Zeit bis dahin mit schlafen im Ess/Aufenthaltsraum und spazierten am Vormittag auch zum CN Tower, einem riesigen Aussichtsturm mit Glasboden. Von dort hat man einen traumhaften Blick über die ganze Stadt und den Ontario See, der ist so riesig, dass man am Horizont nicht einmal das andere Ufer sehen kann. Man glaubt echt man ist am Meer. Weil uns der See so gut gefallen hat, sind wir auch gleich zum Hafen gegangen und haben uns für eine Weile an den Strand gesetzt und die Sonne genossen. Den Nachmittag nutzten wir dann um unsere Zimmer zu beziehen und das Schlafdefizit aufzuholen.
Am nächsten Tag ging es in der Früh gleich los zu den Niagara Fällen, ein Bus holte uns direkt vor der Haustüre ab und brachte uns gleich einmal zu einem Winzer, wo wir einige Weine verkosten konnten. Der Weißwein war sogar ziemlich gut, aber der Eiswein war so süß, dass ich ihn fast nicht austrinken konnte. Ich trank ihn natürlich trotzdem, wäre ja schade darum gewesen :-) Danach ging es dann endgültig zu den Niagara Fällen, wir fuhren mit einem Boot ganz nahe hin. Gott sei Dank hatten wir unsere tollen Regenmäntel, denn sonst wären wir komplett nass gewesen. Die Fälle sind einfach so unglaublich groß und beeindruckend, irgendwie kommt man sich vor wie am Ende der Welt. Völlig überweltigt von den ganzen Eindrücken spazierten wir noch ein wenig im Ort herum, in dem es auch ein Casino und eine Vergnügungsstraße gibt, die mich irgendwie an die Fußgängerzone in Lignano erinnert hat.
Auf der Rückreise blieben wir dann noch bei einigen Aussichststellen stehen und genossen noch letzte Blicke auf diese wunderschöne Gegend.
Am Abend stürtzten wir uns noch in das Nachtleben von Toronto. Wir gingen mit einer Gruppe aus dem Hotel in eine Rock/Karaokebar. Dort versuchten wir Julia ca. 2 Stunden lang zum Singen zu überreden und als wir es endlich geschafft hatten, war leider die Liste schon voll und sie kam nicht mehr dran. Schade!
Unseren letzten Tag in Toronto genossen wir noch in vollen Zügen. Zuerst schliefen wir uns einmal so richtig aus, dann packten wir unsere Koffer und gingen an den Strand. Am Abend fuhren wir dann zum Flughafen, wo wir uns noch mit dem Beamten am Ticketschalter ärgern mussten, weil er mich wegen 2 kg Übergepäck vor allen anderen Leuten meinen Koffer aus- bzw. umpacken ließ. Schlussendlich haben wir es aber geschafft und genossen den vierstündigen Flug mit Filmen und Serien. Um ca. 23 Uhr Ortszeit kamen wir schlussendlich in Calgary an, wie es dort weiterging erfahrt ihr im nächsten Eintrag.

LG und Bussal
Alex

Samstag, 30. August 2008

22. - 24. August: Montréal

Hallo!

Hier gibt es neues von meiner dritten Reisestation: Montréal.
Nach einigen Schwierigkeiten an der Grenze (der Grenzbeamte wollte mich ohne Visum nicht einreisen lassen, obwohl ich eigentlich keines brauche, jetzt hab ich halt doch eines) sind wir gut in Montréal angekommen und haben, wie bis jetzt immer, ein besseres Zimmer bekommen, als eigentlich bestellt. Wir teilten es uns zuerst mit zwei Schweizerinnen, die wir dann in Toronto wieder trafen, und dann mit einer Französin und einer Chinesin. Im großen und ganzen kann man sagen, dass Montréal die europäischste Stadt von allen war, deshalb haben wir uns auch gleich wie zu hause gefühlt. Es gibt dort viele Restaurants und Bars mit "Gastgarten". Wir wollten auch gleich unser Französisch testen, doch leider scheiterten wir kläglich. Der dortige Akzent war für uns so unverständlich, dass wir es gleich aufgegeben haben und beim Englisch geblieben sind.
Am ersten Abend haben wir auch gleich in der Nähe eine Straße mit lauter Restaurant gefunden und da Montréal die erste Stadt war, in der wir auch was trinken durften, haben wir uns gleich einen Radler zum Abendessen gegönnt und Pläne für die kommenden Tage geschmiedet.
Am nächsten Tag haben wir uns die wunderschöne Altstadt angeschaut (ist wirklich sehr europäisch bzw. französisch dort) und haben uns dann noch in einem Einkaufszentrum gestärkt. Danach haben wir noch das Nachtleben erkundet (ich kürzer, Julia etwas länger)
Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zu einem kleinen Aussichtsberg (Mont Royal), wir waren auf einen kleinen Spaziergang eingestellt, aber durch das Wetter (durchgehend über 30°) wurde es doch ziemlich anstrengend, vor allem weil man den letzten Teil nur über Stufen erreichen kann. Endlich oben angelangt (nach ca. 30 Minuten) hatten wir einen wunderschönen Blick auf die ganze Stadt, und weil uns das noch nicht genug war, beschlossen wir noch zum Gipfelkreuz zu gehen. Das waren noch einmal ca. 10 Minuten Gehzeit, doch dann kamen wir zu einem Kreuz, das so überdimensional groß war (ich glaube so ca. wie am Hochschwab). Wir haben auch gleicht ein "Gipfelfoto" gemacht und sind anschließend wieder zurück in unser Hotel gegangen und am Abend weiter nach Toronto gefahren.

Das wars von der dritten Reisestation, ich hoffe es geht euch allen gut!
LG und Bussal
Alex

Zweite Station: Boston






Hallo!

Hier fogt der nächste Teil meines Reiseberichts. Von 20. bis 22. August machten wir Station in Boston. Von Anfang an waren wir beide begeistert von der Stadt, da es nicht so laut und stressig wie in New York war, trotzdem hat die Stadt alle Vorzüge einer Großstadt. Was uns aber am besten gefallen hat, waren die riesigen Parks und Grünanlagen, die überall zu finden waren.
Am ersten Tag erkundeten wir gleich einmal die berühmte Harvard University. Die ist unglaublich riesig und wunderschön, die einzelnen Häuser sind von Rasen umgeben und mit Efeu bewachsen, einfach ein Traum! Man fühlt sich gleich ein wenig gescheiter, wenn man einige Zeit dort verbringt :-)
Am nächsten Tag begaben wir uns auf eine ca. 4 stündige Walbeobachtungstour. Das war sicher eines der Highlights dieser Reise. Das Wetter war einfach traumhaft, also genau das richtige dafür. Etwa 1-1,5 Stunden außerhalb des Hafens konnten wir die ersten Wale sehen. Einige Buckelwale mit ihren Jungtieren, einfach toll! Sie haben zwar nichts spektakuläres gemacht, trotzdem war es super, Wale einmal von so nah zu sehen.
Den restlichen Tag verbrachten wir noch im Einkaufszentrum bzw. am Hafen, sodass wir von der Sonne aufgebrannt, aber glücklich und zufrieden von den USA Abschied nehmen konnten, denn die nächste Station brachte uns schon nach Montréal, Kanada. Weiteres darüber könnt ihr im nächsten Eintrag lesen! Ich hoffe es geht euch allen gut,

LG und Bussi
Alex

Erster Reisebericht: New York















Hallo!

Nach einer langen und aufregenden Reise gibt es erste Neuigkeiten von mir. Zum Einstieg gibt es mal einen ersten Reisebericht von unserer ersten Station: New York
Wir (meine beste Freundin Julia und ich) sind am Samstag, 16. August von Wien aufgebrochen um die USA und Kanada zu erkunden, bevor ich mein Auslandssemester in Calgary beginne. Obwohl der Abschiedsschmerz am Anfang groß war, freute ich mich total, dass das Abenteuer endlich beginnen konnte. Zuerst legten wir einen kurzen Aufenthalt am Flughafen London Heathrow ein, der ist so riesig, das ist echt unglaublich, wir waren nur am Terminal 5 und unsere Koffer wurden zum Glück NICHT verloren :-) Danach ging es direkt weiter nach New York, die Einreise ging so perfekt über die Bühne, dass wir es gar nicht glauben konnten es wirklich geschafft zu haben. Also schnappten wir uns gleich ein Taxi, was sich als echtes Abenteuer herausstellte, da der Fahrer schlechter Englisch sprach als wir und ich nicht wirklich das Gefühl hatte, dass er wusste wo er hin muss. Trotzdem sind wir nach ca. 45 Min. Fahrt zu unserem Hostel gekommen. Dort wurde uns gleich die frohe Botschaft verkündet, dass wir ein besseres Zimmer bekommen würden, als wir eigentlich gebucht hatten. Die Reise stand also von Anfang an unter einem guten Stern.
Am nächsten Tag fuhren wir gleich zum Times Square, um das wirkliche Zentrum New Yorks kennen zu lernen. Der erste Eindruck dort war einfach unglaublich, die Wolkenkratzer waren so groß und bunt (wegen den ganzen Reklametafeln), wir waren einfach überwältigt. Nach diesem Schock gingen wir gleich zum Empire State Building um uns vom Aussichtsdeck im 86. Stock ein besseres Bild von der Stadt machen zu können. Der Blick war einfach unglaublich (um euch selbst davon zu überzeugen siehe Fotos!). Danach stürmten wir gleich zu Macy's, dem größten Shopping Center der Welt, leider waren die Preise dort etwas über unserem Niveau, deshalb bleiben wir beim Anschauen. Aber Gott sei Dank fanden wir auch andere Geschäfte, die schon eher unseren Vorstellungen entsprachen: Hard Rock Café und Victoria's Secret. Anschließend ging es auf zu Madame Tussaud's Wachsfigurenkabinett, wo von Jonny Depp, Julia Roberts, Beyoncé, diverse Politiker und historische Persönlichkeite so ziemlich jeder Promi zu finden ist. Völlig erschöpft von diesem Marathon fuhren wir wieder zurück zum Hostel und machten noch einen Abstecher zum Central Park, der ca. 5-10 Minuten Gehzeit von uns entfernt lag. Dort beobachteten wir die Sportler (Tennisspieler, Läufer und Radfahrer so weit das Auge reicht) und erholten uns von den Eindrücken des ersten Tages im Big Apple.
Der zweite Tag war ganz dem Sightseeing gewidmet, gleich in der Früh brachen wir auf Richtung Hafen, um von dort zur Freiheitsstatue und Ellis Island, dem ehemaligen Einwanderungsamt (heute nur noch ein Museum) zu erkunden. Die Freiheitsstatue war beeindruckend, wir konnten sogar im Inneren ein Stück hinaufgehen. Das Museum hingegen war ziemlich bedrückend, da unzählige Fotos von Einwanderern zu sehen waren, die alles aufgaben, nur um nach New York zu kommen. Aber wir konnten auch in einem Computer nachsehen, ob eventuell Verwandte bzw. Bekannte dabei waren. Die Liste mit Leuten namens Farmer war natürlich unendlich, wer weiß, vielleicht war wirklich ein Verwandter von mir dabei... Am Nachmittag besuchten wir die Ausstellung Bodies, the Exibition, wo menschliche Körper bzw. Organe... gezeigt und erklärt werden. Das war total interessant, aber auch irgendwie unheimlich, da es sich dabei um echte Menschen bzw. Tote handelt. Danach kauften wir uns ein Ticket für eine Stadtrundfahrt per Bus, der bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten stehen bleibt, sodass man immer aus- und einsteigen kann, wo man will. Das war total super, so haben wir die ganze Downtown von Manhattan gesehen und auch alles wichtige erklärt bekommen.
Der dritte und eigentlich schon letzte Tag in New York war ganz dem Shopping gewidmet (was vor allem Julia ausnutzte), ich hab auch noch den Ground Zero besichtigt. Aber irgendwie war ich enttäuscht davon, da es nur ein riesiger leerer Fleck bzw. eine riesige Baustelle ist, sonst erinnert wirklich nichts mehr an die Twin Towers. Am Abend besuchten wir dann das Broadway Musical Hairspray. Wir waren beide begeistert von den Kostümen, den Darstellern... es war einfach spitze! Die Lieder waren toll und es war einfach etwas besonderes, ein Musical am Broadway anschauen zu können.
Völlig zufrieden, glücklich, aber auch müde machten wir uns am nächsten Tag also auf den Weg nach Boston, der nächsten Station auf unserer Reiseroute. Mehr dazu gibts hoffentlich bald (wenn es meine Zeit zulässt)!!

LG und Bussal an Alle!
Eure Alex