Freitag, 19. Dezember 2008

Letzte Grüße aus Calgary

Hallo!

Also gestern bin ich wieder von meinem Kurztrip nach Vancouver und Vancouver Island zurück gekommen. Dort war es wirklich total schön, leider war das Wetter aber nicht so toll (Regen, Schnee und ziemlich kalt). Wir (Antonia, eine Austauschstudentin aus Finnland und ich) sind von Freitag bis Sonntag in Vancouver geblieben. Dort habe wir uns alles mögliche angeschaut und auch die letzten Weihnachtseinkäufe erledigt. Die Stadt ist wirklich total schön, im Sommer wahrscheinlich noch besser. Zurzeit gibt es auch ziemlich viele Baustellen, weil dort die Olympischen Winterspiele 2010 stattfinden. Unser Hostel war mitten im Stadtzentrum, aber es war schon ziemlich alt und die Aussicht war auch nicht so berauschend (siehe Fotos). Am Sonntag, unserem letzten Abend, hatten wir dann noch eine besonderes Abenteuer: wir lagen schon im Bett, es war so ca. 21.30 und waren schon für unsere Weiterreise nach Vancouver Island gerüstet, als plötzlich der Feueralarm losgeht. Zuerst haben wir das nicht so ernst genommen, weil wir hier in Calgary andauernd (Probe-)Feueralarm haben (so ca. einmal pro Monat), doch als wir dann gehört haben, dass die ganzen anderen Gäste ganz aufgeregt nach draußen gerannt sind, wollten wir uns dann auch auf den Weg machen. Ich wollte noch meine Handtasche mit den ganzen Dokumenten, Kamera und Geldtasche mitnehmen, aber in der Hektik konnte ich den Schlüssel zum Kasten, wo meine Tasche eingesperrt war nicht finden. Also sind wir dann ohne meine Tasche runtergelaufen (vom 5. Stock). Als wir im ersten Stock vorbeikamen, sahen wir auch ein bisschen Rauch, aber Gott sei Dank keine Flammen. Im Freien wurden wir dann auch schon von ca. 5 Feuerwehrautos erwartet, die stürmten dann auch gleich ins Haus und löschten die paar Flammen. Insgesamt war das ganze Haus für ca. 2.5 Stunden evakuiert. Glücklicherweise war das Zimmer in dem der Brand ausgebrochen ist nicht bewohnt, und so ist keinem was passiert. Als wir dann nach 2.5 Stunden wieder in unser Zimmer zurück konnten, wollte ich meinen Kasten aufsperren, weil ich den Schlüssel aber nirgends finden konnte, musste das Schloss schließlich aufgebrochen werden (um Mitternacht, ich dachte, dass der Schlüssel in meiner Geldtasche im Kasten war). Natürlich habe ich den Schlüssel dann fünf Minuten später in meiner Hosentasche gefunden, also wäre die ganze zusätzlich Aufregung auch umsonst gewesen...

Nach diesem aufregenden Tag ging es dann am Montag in der Früh weiter nach Victoria auf Vancouver Island. Das ist eine der ältesten Städte in Kanada und ist ziemlich europäisch angehaucht, wahrscheinlich hat es uns deshalb so gut gefallen. Leider war das Wetter dort nicht viel besser (es schneite, was dort ziemlich ungewöhnlich ist, deshalb war überall Chaos). Dort haben wir uns dann Chinatown, den Hafen, das Parlament und das Museum von British Columbia angeschaut. Das war total interessant, vor allem weil sie einen Teil über die Kanadischen Ureinwohner (bei uns würde man Indianer sagen) hatten. Zum Abschluss gingen wir dann am Abend noch in ein Steakhouse, um unseren Abschied noch einmal gebürtig und typisch kanadisch zu genießen.

Am nächsten Morgen (Mittwoch) ging es dann in der Früh (4.30 Tagwache) los, weil wir zuerst mit der Fähre zurück nach Vancouver (ca. 1.5 Stunden), und dann noch einmal ca. 1 Stunde mit dem Bus zum Flughafen fahren mussten. Dort schneite es wieder einmal, und weil das für Vancouver so ungewöhnlich ist, herrschte dort das total Chaos. Wir mussten 1.5 Stunden im Flugzeug warten bis wir endlich losfliegen konnten, weil es zuerst noch enteist werden musste. Also kamen wir dann mit ca. 2 Stunden Verspätung in Calgary an, wo der wirkliche Winter schon auf uns wartete: -20° und ca. 20 cm Schnee...


Am Abend hatten wir dann unsere Abschiedsparty, weil die ersten schon heute weggeflogen sind (siehe Fotos). Das war gleichzeitig auch die vorzeitige Geburtstagsfeier für Viviana (aus Wien), also hatten wir gleich noch einen Grund zum Feiern. Das haben wir natürlich auch gründlich gemacht, bis ich dann so gegen 4 Uhr in der Früh doch ins Bett gegangen bin.
Jetzt verfliegt die Zeit hier immer mehr, am Samstag geht es schon wieder zurück Richtung Österreich und der Stress wird immer größer: Wohnung putzen, Koffer packen, von allen Freunden verabschieden... Trotzdem freue ich mich schon sehr, zu Weihnachten wieder zu Hause zu sein!

LG und bis bald!!

Alex

Samstag, 13. Dezember 2008

Kurzbericht aus Vancouver



Hallo!
Ja, es gibt mich noch... nachdem ich mich jetzt so lange nicht mehr gemeldet habe, wollte ich nur ein kurzes Lebenszeichen nach Oesterreich schicken, ein genauerer Bericht meiner ziemlich aufregenden letzten Wochen folgt sicherlich noch.

Also, die Deutsch-Oesterreich Party war ziemlich erfolgreich, unser Essen ist sehr gut angekommen, obwohl die meisten das Kernoel am Anfang doch ein wenig verdaechtig fanden, doch nachdem wir sie mal dazu ueberredet hatten es zu probieren, waren alle begeistert. Auch die Musik (obwohl hauptsaechlich aus Deutschland) war ein totaler Hit, deshalb tanzten wir auch bis spaet in die Nacht. Alles in allem war es ein voller Erfolg und es war einfach toll, wieder mal oesterreichisches Essen zu haben (Kartoffel und natuerlich der Salat mit Kernoel).


Die Tage danach waren ziemlich stressig, standen doch schoen langsam die Abschlusspruefungen vor der Tuer, und die Professoren deckten uns auch noch mit Projekten und Aufgaben ein, also blieb mir nicht viel Zeit zum verschnaufen.

Am naechsten Wochenende (28./29. November) fuhr ich nach Lake Louise zum Ski/Weltcup der Herren. Dort habe ich mich mit ein paar Freunden aus Graz getroffen, die zurzeit auch in Kanada studieren. Zusammen haben wir uns dann die Abfahrt und den Super G angeschaut. Das war wirklich ein tolles Erlebnis, vor allem weil es in Kanada nicht so viele Fans gibt und man so viel naeher an die Fahrer herankommt (und auch keinen Eintritt bezahlt und dafuer noch gratis Getraenke ausgeschenkt werden). Das haben wir dann auch gemerkt, als wir am Samstag Abend zur Startnummernauslosung fuer das Rennen am Sonntag gingen (natuerlich auch wieder gratis Eintritt und gratis Champagner und Essen). Dort haben wir gleich einige der Fahrer angesprochen, einige Fotos gemacht und sind dann schlussendlich noch zusammen zur Hotelbar gegangen, wo wir dann bis spaet in die Nacht blieben und mit diversen Fahrern, Trainern, Betreuern... tratschten und feierten (siehe Fotos). Das war total lustig!! Am Sonntag Abend haben wir dann einige der Fahrer noch einmal in einem Klub in Calgary getroffen, weil sie von dort aus am naechsten Tag weitergeflogen sind. Dort ging das Feiern natuerlich wieder weiter, ich haette mir nicht gedacht, dass man mit denen so einen Spass haben kann.

Die Woche darauf haben wir dann mit dem Volleyballteam nach einem ziemlich knappen und spannenden Halbfinale (unser erster Sieg gegen diese Manschaft nach zwei Niederlagen) unsere Meisterschaft gewonnen. Als Siegespreis haben wir sogar T-Shirts und Gutscheine fuer eine Sportbar bekommen.

Das Wochenende darauf haben dann auch schon die Abschlusspruefungen begonnen, gott sei Dank waren sie nicht besonders schwer und lernintensiv (im Vergleich zu Oesterreich), obwohl vier Pruefungen innerhalb von sechs Tagen schon ein gewisses Time-Management Talent erfordern. Aber ich habe sie jetzt alle gut hinter mich gebracht und geniesse jetzt meine letzten Tage in Kanada.

Heute frueh bin ich nach Vancouver aufgebrochen, wo ich bis Mittwoch bleiben werde. Leider hat uns heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht (es schuettete den ganzen Tag wie aus Eimern) und wir konnten nicht viel machen, ausser die letzten Weihnachtseinkaeufe zu erledigen. Morgen und uebermorgen werden wir noch hier in Vancouver bleiben, danach werden wir noch weiter nach Vancouver Island fahren. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich schon total, genauere Berichte gibt es dann spaeter.

Danach werde ich noch bis 20. Dezember in Calgary bleiben, danach gehts wieder zurueck nach Hause, ich freue mich schon Weihnachten wieder zu Hause zu verbringen.

Bis bald!
Alex

Donnerstag, 20. November 2008

Der Winter ist zurück

Hallo!
Nach einer etwas längeren Pause melde ich mich nun wieder aus Calgary. Nach dem ersten, etwas überraschenden Schnee (der leider viel zu schnell wieder geschmolzen ist), ist nun der Winter endlich wieder zurück, diesmal aber so richtig, mit noch mehr Schnee und eiskalten Temparaturen (durchschnittlich 0°) - das ist Canada wie ich es mir vorgestellt habe!! Und um den Winter gleich noch mehr zu genießen, fahre ich nächstes Wochenende zu den Weltcup-Skirennen nach Lake Louise, wo ich mir mit zwei Grazer Freundinnen die Herren-Abfahrt und den Super G anschauen werde! Ich kann es kaum erwarten und hoffe, dass die Österreicher auch was "reißen" werden.
Meine Reisepläne für die Zeit nach den Abschlussplänen sind jetzt auch schon fix: am 12. Dezember fliege ich nach Vancouver bzw. Vancouver Island, wo ich bis 17. Dezember bleiben werde um meine letzten Tage hier in Kanada noch mal so richtig zu genießen. Ich freue mich schon sehr darauf, vor allem weil mir alle sagen, dass Vancouver die schönste Stadt in Kanada sein soll, aber ich werde sicher genug Fotos machen, um das beweisen zu können...
Ansonsten wird es hier schon schön langsam stressig: die Abschlussprüfungen stehen vor der Tür und wir sind bis zum Kopf mit diversen Projekten eingeteilt (die Professoren haben anscheinend Angst, dass wir zuviel Freizeit haben...) deshalb verbringe ich zurzeit mehr Zeit mit Lernen usw. als mir lieb ist, schön langsam erinnert es mich wieder an Graz...
Trotzdem bleibt natürlich immer noch genug Zeit zu feiern bzw. um die kanadische Kultur zu entdecken. Letztes Wochenende sind wir zum Beispiel zu einem echten Rodeo (Bullenreiten) gegangen, videoschließlich ist Calgary die Westernhauptstadt in Kanada. Das war ziemlich spektakulär (so spektakulär, dass es mir leider nicht gelungen ist wirklich scharfe Fotos hinzubekommen), und leider haben sich zwei Reiter dabei so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Aber einigen ist es dann doch gelungen lange genug auf dem Bullen sitzen zu bleiben, und so haben wir diesen Teil der Kanadischen Kultur auch genießen können.
Morgen drehen wir den Spieß dann mal um und zeigen den Kanadiern bzw. den anderen Austauschstudenten unsere Kultur: die Deutschen (es sind Bayern, also kann man das noch ziemlich gut mit unserer Kultur verbinden) und wir Österreicher haben einen Abend geplant, wo wir typisches Essen (Kartoffel, Kürbiskernöl,...) Getränke (Bier, Schnaps...) und Musik (DJ Ötzi, Reinhard Fendrich...) vorbereitet. Für alle die sich jetzt fragen, wo man in Kanada Kürbiskernöl findet: wir haben ein deutsch/österreichischen Geschäft gefunden, wo man so ziemlich alles kaufen kann was typisch ist: Knödel, Leberkäse, Milka-Schoko, Vanillekipferl, Kuhglocken, Musik, Bücher.... und natürlich auch Kürbiskernöl (fragt lieber nicht nach dem Preis!) - also ein wahrer Glücksfall für unseren Abend (Fotos und ein Bericht davon folgen in Kürze)
Natürlich bin ich auch nach wie vor sportlich aktiv: das allwöchentlichen Volleyballmatch haben wir nach hartem Kampf wieder gewonnen und sonst habe ich das Klettern (habe sogar schon eigene Kletterschuhe usw.) und das Sqash-spielen für mich entdeckt. Das macht mir wirklich total viel Spaß, da es mal eine Abwechslung zu meinen normalen Sportprogramm ist (das erste Squash-Match habe ich gleich gewonnen, obwohl ich das erste Mal gespielt habe)
Ansonsten geht es mir wirklich gut, ich hoffe euch auch,
liebe Grüße,
eure Alex

Mittwoch, 5. November 2008

Erster Schnee in Calgary!!

Hallo!

Nach einer etwas längeren Pause (ich war leider immer beschäftigt), melde ich mich wieder mit Neuigkeiten:

das Wichtigste zuerst: gestern (4. November) hat es endlich zu schneien begonnen (nachdem wir am Wochenende noch ca. 20° hatten), es hat die ganze Nacht durchgeschneit, sodass wir jetzt ca. 5 cm Neuschnee haben! Ich hoffe es geht so weiter, denn ich bin schon so richtig in Winterstimmung! Für einige der Austauschstudenten ist das richtig aufregend, da sie das erste Mal in ihrem Leben Schnee gesehen haben (deshalb werden auch fleißig Schneeballschlachten gemacht und Schneemänner gebaut).




Danach noch einiges von den letzten, ziemlich aufregenden, ereignisreichen und sportlichen Tagen:

letzten Samstag (25. Oktober) machten wir eine Wanderung im Waterton Glacier Nationalpark, der sich teils in den USA und teils in Kanada befindet. Wir brachen um 6 Uhr in der Früh auf (und das nach einer verfrühten Halloweenparty die bis 2 Uhr gedauert hatte), weil wir eine ca. 3 stündige Fahrt vor uns hatten. Gott sei Dank hatte ich da genug Zeit um den verpassten Schlaf nachzuholen. Endlich dort angekommen brachen wir also zu einer ca. 6 stündigen Wanderung im Red Canyon (die Felsen dort sind wirklich rot) auf, die uns schlussendlich zu einem wunderschönen Wasserfall und einem bereits zugefrorenen See führte. Danach gingen die anderen noch weiter zum Gipfel, eine Freundin aus Hollland und ich blieben aber beim See, da sie Höhenangst hat und ich nicht unbegingt passend ausgerüstet war (ich hatte nur Laufschuhe und man musste klettern um zum Gipfel zu kommen). Nach einer kurzen Rast machten wir uns dann wieder auf den Rückweg, wo uns die anderen dann bald wieder eingeholt hatten. So fuhren wir dann gegen 6 Uhr wieder zurück nach Hause (wieder ca. 3 Stunden Fahrt) und fielen müde ins Bett.


Am Dienstag (28. Oktober) sind wir (österreichisch-hollländische Mädelspartie) dann zum Heimspiel der Calgary Flames gegen Arizona Avalanche gegangen. Das ist das Eishockeyteam der Stadt, sie sind ziemlich erfolgreich und drauf und dran die Western Conference (Teil der NHL, für Team aus dem westlichen Part von USA und Kanada). Wir waren super ausgerüstet (wir hatten uns Trickots und Kappen von einigen Freunden ausgeborgt) und so stand dem "Abenteuer NHL nichts mehr im Weg. Das Ganze war ziemlich aufregend, da ich noch nie ein Eishockeyspiel live gesehen habe und weil es auch gleich ziemlich zur Sache ging (erste Schlägerei schon nach ca. 3 Minuten). Gott sei Dank haben "wir" (die Flames) nach miserablem Start dann doch 3:0 gewonnen und so waren alle zufrieden.


Am Donnerstag gab es dann den schon gewohnten Sieg im Volleyball, obwohl es diesmal ziemlich knapp war (26:24 im ersten Satz - wir hatten den Gegner wohl etwas unterschätzt), doch im 2. Satz fanden wir zu unserer gewohnten Stärke und gewannen haushoch.


Freitag war dann DER große Feiertag hier: Halloween. Normalerweise bin ich kein Fan davon, aber wenn man schon mal in Amerika ist, muss man das natürlich auch feiern. Deshalb machten wir (wieder mal eine österreichisch-hollländische Mädelsrunde) auf in die Stadt. Die Kostüme waren bunt gemischt: Katze, Maus, Star Wars-Prinzessin und 80er Jahre Sängerinnen (eine davon war ich, mit riesiger blonder Afro-Perücke). Wir verbrachten den ganzen Abend (ca. 8-2 Uhr) in einem riesigen Club und tanzten bis die Füße wund waren. Leider sperren hier alle Lokale schon um 2 Uhr zu (viel zu früh für uns Europäer) und deshalb machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause.


Der Samstag stand dann wieder ganz im Zeichen des Sports: am Nachmittag fuhren wir zum letzten und entscheidenden Spiel der Calgary Stampeders, dem American Football Team der Stadt. Da auch das mein erstes Live-Spiel war, war es ziemlich aufregend, leider hatten wir von den Footballregeln noch weniger Ahnung als von den Eishockeyregeln, deshalb war es anfangs ein wenig verwirrend. Doch nach kurzer Zeit wurden wir zu wahre Profis und genossen die super Stimmung im Stadion (ca. 30.000 Zuschauer, immer Musik-hat mich irgendwie an den Beachvolleyball Grand Slam in Klagenfurt erinnert), natürlich typisch amerikanisch/kanadisch mit Hot Dogs und Eistee. Gott sei Dank haben dann die Stampeders auch noch gewonnen (damit sind sie die Sieger der Western Conference und spielen um den Titel in der CFL, der Kanadischen Football Liga). Nach einer kleinen Irrfahrt durch Calgary beschloss ich dann auch noch das Volleyballmatch unseres Collegeteam anzuschauen (zum Vergleich für Volleyballinsider: die könnten ohne Probleme in der 2. Bundesliga mitspielen). Leider verloren sie nach hartem Kampf dann doch 2:3. So ging eine aufregende, sportliche Woche für mich zu Ende.


Ich hoffe es geht euch allen gut,


eure Alex







Donnerstag, 23. Oktober 2008

Neues aus Calgary

Hallo!

Heute gibt es wieder einmal Neuigkeiten aus meinem Leben hier in Calgary.
Letztes Wochenende habe ich ganz sportlich begonnen:
Donnerstag bin ich zuerst zu einem Tanzkurs gegangen, wo ich meine eingerosteten Tanzkünste wieder ein bisschen auffrischen konnte. Danach hatten wir, wie jeden Donnerstag Abend unser Volleyballmatch, das wir natürlich wieder gewonnen haben. Für das heutige Spiel haben wir sogar schon unsere "Dressen", die wir extra bestellt haben (Teamfotos gibt es hoffentlich bald zu bestaunen).
Am Freitag gings dann ab zum Kletterkurs hier am Kampus, das war total lustig! Ich glaube ich werde in Zukunft öfters dort zu finden sein!
Am Samstag hat dann das "Kulturprogramm" begonnen. Zuerst sind wir zu einem Art Rodeo gegangen, das war ziemlich lustig, leider war es kein echtes Rodeo, aber das wird noch nachgeholt. Danach ging es ab in eine lateinamerikanische Bar, wo es sogar Livemusik gab.
Am Sonntag ging dann das Sportprogramm weiter: zuerst eine Stunde in die Kletterhalle und anschließend noch zwei Stunden "Volleyballtraining", wo wir die Taktik für unser nächstes Spiel perfektioniert haben.
Doch da ich am diese Woche drei Prüfungen hatte, musste ich mich dann doch aufs Lernen konzentrieren, also hatte ich nicht mehr so viel Zeit für spannende Aktivitäten. Gott sei Dank habe ich sie jetzt aber hinter mir und ich habe wieder mehr Zeit.
Morgen beginnen hier schon die ersten Hallowe'enparties, obwohl das richtige Hallowe'en erst am 31. Oktober ist. Aber besser einmal zu viel als zu wenig feiern, damit sich das Kostümkaufen wenigsten ausgezahlt hat (Fotos werden sicher demnächste online sein!)

Ich hoffe es geht euch allen gut!
LG eure
Alex

Dienstag, 14. Oktober 2008

Thanksgiving Wochenende




Hallo!

Nach längerer Zeit melde ich mich wieder einmal und berichte euch von einem typisch kanadischen Feiertag. Ganz nach der Kanadischen Tradition habe ich das lange Thanksgiving Wochenende mit vielen Feiern und noch mehr Essen verbracht.
Alles hat am Freitag mit der Dutch Party begonnen, wo die Hollländischen Austauschstudenten versucht haben uns ihre "Kultur" näher zu bringen. Wir sind also um 6 Uhr aufgebrochen, orange Kleidung und Heineken Bier war Pflicht, sonst wären wir nicht willkommen gewesen. Die Finnen haben es ganz genau genommen und haben das Gesicht und die Fingernägel auch gleich orange angemalt, was vor allem bei den Burschen sehr lustig ausgeschaut hat. Wir wurden also mit hollländischem Essen (eine Art Erdäpfelpüree mit Ziebeln und Karotten, viel Käse und Kuchen) und Musik (sehr gewöhnungsbedürftig) verwöhnt (gequält). Danach haben wir noch hollländische Spiele gespielt, wo sich wieder einmal herausgestellt hat, dass Businessstudenten einfach besser sind als Sciencestudenten. Beim ersten Spiel musste man mit verbundenen Augen versuchen ein Stück Kuchen von einer Schnur zu essen. Klingt nicht so schwer, ist es aber, wenn man vorher eine Minute im Kreis gedreht wird und die Schnur auch noch viel zu hoch gespannt ist. Für das zweite Spiel brauchte man dann noch mehr Feingefühl. Man bekam ein Messer mit einer Schnur auf den Rücken gebunden und musste dann versuchen es in eine Bierflasche zu befördern. Das war ziemlich schwierig, vor allem weil wir die mitgebrachten Heineken Bier schon ziemlich aufgebraucht hatten. Der ganze Aben war wirklich sehr lustig und weil es jetzt schon einen finnischen und einen hollländischen Abend gegeben hat, planen wir Österreicher zusammen mit den Deutschen auch schon fleißig für unseren Abend. Leider wurde ich überstimmt und es wird keine österreichischen Schlager geben...
Am Sonntag waren wir dann alle (das heißt ca. 30 Leute) zu einem traditionellen Thanksgiving Dinner bei einer unserer Betreuerinnen eingeladen. Wir wurden um vier mit einem Bus abgeholt und fuhren dann ca. eine halbe Stunde aufs Land hinaus, wo wir schon erwartet wurden. Da das Essen erst später serviert wurde, verbrachten wir die erste Zeit mit diversen kanadischen Spielen im riesigen Garten. Ich versuchte mich mit Croquet, wo man versuchten muss einen Ball mit Schlägern, die aussehen wie riesige Hämmer, durch einen Parcours zu befördern. Das war wie bei den Spielen am Freitag: klingt zwar leicht, war es aber nicht. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und weil es am Abend so kalt wurde (wir haben jetzt durchschnittlich 3°) verlagerten wir die Feier ins Haus, wo wir uns die Zeit bis zum Essen mit Uno vertrieben. Als es dann so weit war und das Essen serviert wurde, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es gab (natürlich) gefüllten Truthahn, Süßkartoffeln, Wildreis, Lachs, Salat, Brot... ALLES SELBSTGEMACHT (wie oben erwähnt waren wir ca. 30 Gäste). Danach gab es noch Kürbiskuchen mit Kaffee, einfach traumhaft gut! Und um das ganze Essen gleich wieder herunter zu trainieren, tanzten wir dann noch zu venezolanischer Musik, bis wir alle zu müde waren und schließlich um elf Uhr wieder nach Hause fuhren.
Und weil wir ja im Laufe des Wochenendes noch nicht genug gegessen hatten, beschlossen wir am Montag, dem eigentlichen Thanksgiving Tag, noch eine Pancake Party zu veranstalten. Mit etwas Glück fanden wir dann einen offenen Supermarkt und deckten uns erst mal mit allem Nötigen ein. Dann begannen wir auch schon zu kochen: Pfannkuchen (ich hab mir das Wort Palatschinken hier abgewöhnt, weil es keiner versteht) mit Champignons, Speck, Tomaten und Käsefüllung - sehr empfehlenswert; Pfannkuchen mit Marmelade; Pfannkuchen mit Eis, Schokosauce und Karamel; Pfannkuchen mit Ahornsirup... unsere zwei Chefköche (nich Köchinnen) verwöhnten uns mit allem was das Herz begehrt (ich durfte dafür Champignons, Zwiebel, Knoblauch... schneiden, welche Ehre!). Und weil wir natürlich viel zu viel eingekauft hatten, ist die Restl-Party schon in Planung.
LG eure Alex












Mittwoch, 1. Oktober 2008

Geburtstagsmarathon - der Sommer ist zurück



Hallo!

Erstmals möchte ich mich für die vielen Glückwünsche bedanken. Für die, die es nicht wissen, am 29. September habe ich meinen 21. Geburtstag gefeiert.
Naja, eigentlich haben die Feiern schon früher begonnen, da wir am Samstag schon eine kleine Vorfeier bei einer unserer Hollländerinnen hatten. Das war wirklich lustig und hat am Sonntag einige Kopfschmerzen verursacht...
Am Sonntag sind die Feierlichkeinten dann weitergegangen. Die andern Austauschstudenten haben nämlich eine Überraschungsparty für mich organisiert. Aber alles der Reihe nach: Ich hatte ja schon einen Verdacht, dass sie irgendetwas planen, aber ich war mir eben nicht sicher. Also bin am Sonntag, dem Tag vor meinem Geburtstag in den Park hier am Kampus gegangen, weil das Wetter so wunderschön war und ich nicht in der Stube hocken wollte. Als ich also meine Wohnung verlasse, sehe ich zwei von meinen Freunden am Gang stehen, einer von ihnen hat ein Geschenk und Luftballons in der Hand. Als er mich gesehen hat, hat er sich schnell umgedreht und ist davon gegangen. Das ist mir schon sehr verdächtig vorgekommen. Ich bin dann aber trotzdem in den Park gegangen und als ich dann zurückgekommen bin, habe ich einen anderen Freund getroffen, der mir dann gesagt hat, dass sie eh alle in einer halben Stunde zu mir in die Wohnung kommen würden. Also bin ich schnell in die Wohnung gegangen und habe alles hergerichtet (die Wohnung und mich). Dann sind sie auch schon alle gekommen: ca. 20 Leute, mit selbst gebackenem Schokokuchen, Luftballons, Cookies, einer Box mit Naschzeug und einem Foto von uns allen vom Finnischen Abend. Ich habe mich so gefreut!!

Wir haben also den Kuchen verputzt und sind dann ins Kino gefahren, wo wir uns den neuen Film von Brad Pitt und George Clooney angeschaut haben (Burn after reading - ist nicht wirklich empfehlenswert). Dann sind wir wieder nach Hause GEGANGEN - ca. eine halbe Stunde, weil in Calgary Sonntags um halb zehn am Abend kein Bus mehr fährt. Naja, wenigstens haben wir den Kuchen wieder heruntertrainiert...
Und weil das noch nicht genug war, sind wir am Montag (also meinem eigentlichen Geburtstag) noch in die Bar hier am Kampus gegangen. Es war zwar nicht wirklich viel los (ab ca. 11 Uhr waren wir die einzigen in der Bar), aber trotzdem sehr lustig. Und weil in der Bar Dienstags Studentennacht ist (die Getränke sind noch billiger als normal), mussten wir das natürlich ausnutzen und sind am Dienstag gleich noch mal hingegangen (wir waren wieder fast die letzten Gäste dort).

Da ich nach diesem Geburtstagsmarathon wirklich müde war, habe ich den halben Mittwoch Nachmittag verschlafen. Das war wirklich schade, da diese Woche der Sommer zurückgekommen ist. Wir haben durchschnittlich 20 - 25° und die Leute laufen in T-Shirts und kurzen Hosen herum. Das ganze ist wirklich merkwürdig, da wir einige Tage davor noch 5 - 10° hatten und die Bäume schon gelb und rot verfärbt sind. Aber ich will mich nicht darüber beklagen, das ist einfach das Wetter hier. Es wechselt ständig und man weiß nie was kommt. Von mir aus kann es aber ruhig noch ein bisschen so bleiben, bevor der Schnee kommt (was meistens eh schon im Oktober passiert)

LG eure Alex